Firmvorbereitung: Kirche Begreifen | Teil 07
Vom Fußballtrainer zum Firmbegleiter

Die Jugendlichen müssen sich besonders um ihre Firmbegleiter bemühen, denn sie haben sie selbst ausgesucht“, sagt Rosa Hojas, Pastoralassistentin und Firmkoordinatorin der Stadtpfarre Murau. Sie ist vor allem vom verantwortungsvollen Umgang mit den Firmbegleitern in diesem außergewöhnlichen Firmungsmodell überzeugt. Denn: Werden den Firmlingen woanders die Begleiter (mehr oder weniger) vorgesetzt, so haben die Jugendlichen in Murau die Aufgabe, ihre Betreuer selbst zu suchen und für ihre Aufgabe zu begeistern.

Eigenverantwortung betonen
Es kann bei pubertierenden Jugendlichen zu einer besonderen Herausforderung werden, Inhalte zu vermitteln. Manchmal ist die „Arbeit“ mit Jugendlichen schwierig. Schnell kann es einmal lauter werden, wenn etwas durchgekaut wird, was die Kids gerade nicht „soooo“ spannend finden. In diesem Modell wird, möglicherweise sogar noch mehr als in anderen, die Eigenverantwortung der Firmlinge betont. Nicht die Firmbegleiter treten an die Kids heran, sondern die Firmlinge an ihre Betreuer. Da kann es dann auch einmal der Fußballtrainer sein, den die Buben besonders lässig finden, oder die nette junge Nachbarin mit der vierjährigen Tochter, die in die neue Rolle der „Firmbegleiterin“ schlüpft.

Unterstützung geben
Das „Risiko“, dass sich die Jugendlichen für jemanden als Firmbegleiter entscheiden, der mit der katholischen Kirche und der Firmung nichts anfangen kann, ist dabei eher gering. Und auch die Gefahr, dass diese Betreuer dann nichts zu sagen haben, was die Firmung betrifft, kann ausgeschlossen werden, denn Unterstützung erhalten die Firmbegleiter von einem Zweierteam, das regelmäßige Schulungen anbietet. Die Firmbegleiter bekommen ein Bausteinsystem, ausgestattet mit allen notwendigen Inhalten, die für die Jugendlichen wichtig sind, um sie auch inhaltlich gestärkt zur Firmung zu begleiten.

Neue Impulse
„Sehr stark imponiert den Kids, dass es Erwachsene gibt, die sich unentgeltlich für die Kirche engagieren“, sagt Rosa Hojas. Für die Betreuer ist es ein persönlicher Gewinn. Gerade wenn sie nicht mehr so nah mit der Kirche verbunden sind, können sie dadurch neue Impulse für ihren Glauben finden. Ein Glücksfall also – sowohl für Firmlinge als auch für deren Begleiter!

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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