Singen-Beten-Feiern: Gotteslob neu | Teil 02
Singen mit dem neuen Gotteslob

Eine bedeutsame Funktion des neuen Gotteslob wird die eines „Gesangbuches“ sein: für die vielfältigen Formen des Gottesdienstes (Eucharistiefeier, Tagzeitenliturgie, Andachten, Wort-Gottes-Feier…), aber auch für häusliche Feiern, im Religionsunterricht, beim Treffen pfarrlicher Gruppen und so weiter. Singen ist Ausdruck des Glaubens, es zeigt, was, wem und wie wir glauben. Der Hymnengesang in der Bischofskirche des hl. Ambrosius hat den hl. Augustinus tief in seiner Seele berührt und erschüttert. Kraftvolles Singen im Gottesdienst ist auch heute ansteckend und zeugt von geistlicher Vitalität. Dazu wird das neue „Gotteslob“ in vielfältiger Weise helfen und anleiten.

Dafür stehen zunächst die etwa 300 Lieder des Stammteils (Nr. 1–699), zu denen ca. 150 Lieder im Österreichteil (Nr. 700–999) dazukommen. Bei der Auswahl wurde sehr „auf des Volkes Stimme“ geachtet. Eine „Akzeptanzerhebung“ brachte viele Wünsche der Gemeinden ans Licht, die berücksichtigt worden sind, auch beim „Ausmisten“ von Ladenhütern. Die Bewertung der Probepublikation durch Kirchgänger, Musiker und pastorale Mitarbeiter war eine wichtige Entscheidungshilfe. Dreimal wurden die Diözesanbeauftragten von der Österreich-Kommission befragt, ob die Listen der Lieder und Gesänge alles Notwendige und Wünschenswerte enthalten. So dürfen wir hoffen, dass die Gemeinden alle vertrauten und beliebten Lieder wieder finden werden. Noch größere Hoffnung jedoch haben wir, dass die Singenden auch die vielen neuen Lieder entdecken werden, die es wert sind, zum geistlichen Besitz zu werden.

Regional und international, als katholische Weltkirche und auch ökumenisch wird sich das Gesangbuch in seinen Liedern und Gesängen präsentieren. Die Hälfte der Lieder des Stammteils hat eine ökumenische Fassung der deutschsprachigen Christenheit, die am „ö“ unter der Liednummer erkennbar sein wird. Bekannte Lieder aus der englischen Kirchenmusiktradition wie auch aus Ländern wie den Niederlanden, Spanien, Italien, Schweden, Norwegen usw. werden das deutsche und österreichische Repertoire bereichern.

Neben den Liedern stehen viele Wechselgesänge, bei denen die Gemeinde den Vorsängern mit einem Ruf antwortet. Dazu kommen viele neue Kehrverse für den Antwortpsalm, 69 zum Singen eingerichtete Psalmen, Kanons, Gesänge aus Taizé und aus der Ostkirche. Volksgruppen wie Ungarn, Kroaten und Slowenen sind mit je einem Lied vertreten.

Man kann sagen: Was sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten in der Liturgie bewährt hat, wird auch im neuen „Gotteslob“ zu finden sein. Dazu gehört auch das gemeinsame mehrstimmige Singen in sehr einfachen Formen. Ein Grundbestand an gregorianischen Gesängen wird ebenso vertreten sein wie viele Neukompositionen des vollständigen Textes von Gloria und Credo, die auch in unseren Gottesdiensten heimisch werden sollen.

Franz Karl Praßl

 

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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