Mensch/Priester - Hochschulseelsorger Alois Kölbl
Sand öffnete ihm die Augen für Gott

Studierende begleitet Hochschulseelsorger Alois Kölbl mit seinem Team.
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Fata Morgana erschien ihm in der judäischen Wüste zwar keine, „aber wenn man von einem Berufungsmoment sprechen kann, dann war er dort“, erzählt MMag. Alois Kölbl, Hochschulseelsorger für die Grazer Universitäten und Hochschulen. Eingebettet in der üppigen Vegetation einer Oase, nach zwei Meditationswochen in der Wüste, wurde sich Kölbl bewusst, was er mit seinem Leben anfangen möchte. „Ich fühlte mich ruhend in mir selbst und geborgen. Diese Sicherheit, eingebettet in ein großes Schöpfungsganzes, mit einem Gott, der nach mir schaut, das will ich leben, für mich und für andere“, wusste der heute 42-Jährige in diesem Moment. Seit 2001 ist der Grazer, der Theologie und Kunstgeschichte studiert hat, Priester. Und seit fünf Jahren als Seelsorger, Vortragender und Redakteur tätig. „Neben meiner Arbeit als Seelsorger für die Studierenden setze ich mich auch mit dem Spannungsfeld Kirche – Kunst auseinander, etwa in der Zeitschrift ,Kunst & Kirche‘“, sagt Kölbl, der die Unterschiedlichkeit seiner Aufgaben als wichtig empfindet. Wenn sich der Priester nicht gerade mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Team der Katholischen Hochschulgemeinde um die rund 40.000 Studierenden kümmert, geht er gerne mit Freunden auf ein Bier oder entspannt sich in seiner Wohnung im Studentenheim. „Aber es gibt hier sehr viel Gemeinschaft, es ist immer etwas los“, schmunzelt der Seelsorger, der froh ist, nicht allein zu sein. Einsam fühle er sich nicht mehr als jeder andere auch. Und die Frage, ob er auf eine eigene Familie verzichten könne, sei für ihn „keine Frage mehr“. Er habe sich bewusst fürs Priestersein entschieden. Und wenn doch manchmal Zweifel aufkommen, helfen ihm die Gemeinschaft und Paulus, der schrieb: „Auch in der Schwäche bin ich stark.“ Über Internet wurde Alois Kölbl im „Sonntagsblatt_Mikro“ von Dr. Claudia Unger in der Theologischen Fakultät in Graz ausgefragt, und in Weiz waren über 100 HTL-Schüler und Schülerinnen an ihren Bildschirmen dabei (Gast am 2. Februar um 8.30 Uhr wird Pfarrer Mag. Hermann Glettler sein, URL-Adresse für Windows Media Player: mms://video4u.uni-graz.at/wmtencoder/theologie.wmv). Ein Thema war Kölbls weißer Priesterkragen. „Das Kollarhemd tragen Priester wieder lieber“, bemerkte er. Es habe eine Zeit gegeben, wo die Träger als die „Zurückgezogenen“ gegolten haben, als die Strengen, „und die anderen als die Weltoffenen“. Er trage das Kollar „sehr bewusst, um an der Uni als Priester erkannt zu werden und durchaus Fragen aufzuwerfen“.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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