Wallfahrten in der Steiermark | Teil 12
Mit Mönch Magnus und Hemma im Murtal

Wen packt bei einem solchen Wegweiser nicht die Lust, sich auf die Spuren der Pilger und Wallfahrer zu begeben? Nähere Auskünfte über das Pilgern im Murtal erhalten Sie bei Dr. Bernhard Schweighofer, Urlaubsregion Murtal
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  • Wen packt bei einem solchen Wegweiser nicht die Lust, sich auf die Spuren der Pilger und Wallfahrer zu begeben? Nähere Auskünfte über das Pilgern im Murtal erhalten Sie bei Dr. Bernhard Schweighofer, Urlaubsregion Murtal
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Wunderschöne Herbsttage regen an, sich auf den Weg zu begeben und den „Spuren der Pilger und Wallfahrer“ zu folgen. Fernab der Hektik des Alltags nehmen Menschen die Natur wieder bewusst wahr, erleben kulturelle Kleinode entlang des Weges und entdecken ein Stück von sich selbst.

Fertig gestellt und begehbar sind im Murtal zwei neue Pilgerwege: der steirische Hemma-Pilgerweg und der Mariazeller Gründerweg. Eine Arbeitsgruppe in der Urlaubsregion Murtal, geleitet vom Kulturwissenschafter Mag. Dr. Bernhard Schweighofer, hat die Pilgertouren gestaltet. Alpine Vereine haben ehrenamtlich mitgewirkt, die Fachabteilung 16 des Landes Steiermark und die Europäische Union haben „Pilgern im Murtal“ besonders gefördert.

Der steirische Hemma-Pilgerweg – südlich von St. Lambrecht gilt er als Kärntner Hemma-Pilgerweg – hat seinen nördlichen Ausgangspunkt im Stift Admont. Der Wanderer durchquert auf einem alten Säumerpfad die Wölzer Tauern und erreicht auf 1988 Metern die Glattjochkapelle, Steiermarks höchstgelegenen Sakralbau.

Von der beschaulichen Stadt Oberwölz geht es entweder über den wunderschönen Stolzalpengipfel nach Murau sowie zum Stift St. Lambrecht und dann weiter nach Gurk, oder durch den Naturpark Grebenzen über Friesach nach Gurk.

Einmalige Natur- und Kulturerlebnisse sowie körperliche Herausforderungen erwarten die Pilger. Anspruchsvoll für Körper und Geist ist besonders die Etappe von Donnersbachwald nach Oberwölz. Markante Wegweiser mit dem gelben „H“ für „Hemma“, das auch die Türme des Gurker Doms versinnbilden soll, begleiten die pilgernden Menschen.

Dem Mönch folgen

Das wunderschöne Mariazell, heute Österreichs meistbesuchter Wallfahrtsort, wurde einst vom Stift St. Lambrecht gegründet. Der Legende nach entsandte der Lambrechter Abt Otker 1157 den Mönch Magnus mit einer Gnadenstatue in die Wildnis, damit er das Evangelium predige.

Als der Mönch an seinem Ziel ankam, errichtete er eine hölzerne Kapelle. Im Gedenken an diese alte Pilger- und Wallfahrts­tradition wurde die Pilgerstrecke von St. Lambrecht nach Mariazell gestaltet.

Der Weg verbindet die eindrucksvollen Benediktinerklöster St. Lambrecht und Seckau sowie das höchstgelegene steirische Wallfahrtskirchlein Maria Schnee. Jedes Jahr marschieren Wallfahrer von St. Lambrecht nach Mariazell. Der markierte Weg wird ihre Zahl und ihre Freude noch steigern.

Johann A. Bauer

Wen packt bei einem solchen Wegweiser nicht die Lust, sich auf die Spuren der Pilger und Wallfahrer zu begeben? Nähere Auskünfte über das Pilgern im Murtal erhalten Sie bei Dr. Bernhard Schweighofer, Urlaubsregion Murtal
Wohltätigkeit und Stiftertum machten die heilige Hemma, um 980 als Gräfin von Friesach-Zeltschach geboren, bekannt. Sie verwendete ihren reichen Besitz zur Gründung der Benediktinerklöster Gurk und Admont.
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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