SinnVoll | Teil 4
Mein Platz im Leben

Zuhören, den Gedanken Raum geben, hilfreiche Fragen stellen – Berufungscoaching unterstützt dabei, den eigenen Weg zu finden.  | Foto: M. T. Garcia/Unsplash
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  • Zuhören, den Gedanken Raum geben, hilfreiche Fragen stellen – Berufungscoaching unterstützt dabei, den eigenen Weg zu finden.
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Eine Serie zum Weltgebetstag für geistliche Berufungen am 26. April. Teil 4
Berufungscoaching gibt Raum, um sich selbst zu entdecken.

Was ist deine Berufung? Was könnte deine Lebensaufgabe sein? Was wäre dein Traumberuf? Berufungscoaches, die nach der WaVe-Methode (Wachstum und Veränderung) arbeiten, unterstützen Menschen strukturiert, lösungs- und zukunftsorientiert dabei, ihre Berufung zu erkennen, eine Vision zu formulieren, einen Plan zu entwickeln und diesem auch zu folgen. Sr. Maria Patka und Susanne Noffke sind in der Diözese Graz-Seckau als Berufungscoaches tätig und beantworten uns dazu einige Fragen:

Was hast du dir von deiner Berufungscoaching-Ausbildung besonders mitgenommen?
Susanne Noffke: Inspirierend fand ich, wie man als Berufungscoach die uralte Idee, dass wir von Gott ge- oder berufen sind, zeitgemäß erfahrbar machen kann. Mir ist deutlich geworden, dass jeder Mensch seinen ganz individuellen Weg geht und jegliche Form der Begleitung dies berücksichtigen sollte.
Sr. Maria Patka: Die Ausbildung hat mir klare Werkzeuge vermittelt, um Menschen in ihrer Lebensgestaltung, persönlichen Suche und Entscheidungsfindung zu unterstützen. Sie nimmt den ganzen Menschen in den Blick – mit Wünschen, Bedürfnissen, Stärken und Träumen. Geprägt von der ignatianischen Spiritualität ist für mich besonders die Frage wichtig geworden: Wo ist mehr Leben, Lebendigkeit, Freude und innerer Friede spürbar? Daraus können konkrete Schritte im Hier und Jetzt entstehen.

Wo setzt du das Gelernte ein?
Susanne: Ich bin am Campus Augustinum tätigt, dort lernen und leben Jugendliche und Erwachsene. Viele erleben: Die Welt wird immer unübersichtlicher und komplexer. Sie fragen sich: Wo ist mein Platz im Leben? Wo ist mein Beitrag gefragt? Wo kann ich ICH selbst sein? Und wie geht das ganz konkret? Ich begleite und unterstütze SchülerInnen und Studierende durch Einzelgespräche und Seminare.
Sr. Maria: In der Katholischen Hochschulgemeinde eröffnet Berufungscoaching jungen Menschen einen Raum, in dem sie entdecken können, was wirklich ihres ist. Ich merke wie Susanne, dass viele Orientierungslosigkeit, Zukunftsängste und Entscheidungsüberforderung erleben. Dazu kommen Leistungs- und sozialer Druck sowie Motivationstiefs. Mir ist es wichtig, Studierende dabei zu unterstützen, sich selbst besser kennenzulernen, ernst zu nehmen und herauszufinden, was für sie jetzt dran ist.

Was bedeutet Berufung für dich? Wie begleitest du Menschen dabei, ihre Berufung zu finden?
Susanne: Manche verstehen unter Berufung, Gottes Ruf zu hören und zu deuten, was Gott für sie will. Andere wählen dafür Bilder wie „die innere Stimme“ oder „das Leben“, die/das sie ruft. In der Begleitung erlebe ich: Es macht einen Unterschied, diesem Ruf in Freiheit nachzugehen und die eigene Lebensaufgabe zu entdecken. Zusätzlich bin ich Seelsorgerin, das heißt gut zuhören und Fragen stellen, die hilfreich sein könnten.
Sr. Maria: Meine Berufung hat mich in die ignatianische Ordensgemeinschaft der Helferinnen geführt. Ich erlebe Berufung als lebenslangen Prozess des In-Kontakt-Seins – mit Gott, mit mir selbst und mit anderen. Ich begleite Menschen, indem ich ihnen Raum gebe, das zu entdecken, was in ihnen angelegt ist, damit sie immer mehr zu der Person werden, die sie im Innersten sind.

Interview: Katharina Grager

Zuhören, den Gedanken Raum geben, hilfreiche Fragen stellen – Berufungscoaching unterstützt dabei, den eigenen Weg zu finden.  | Foto: M. T. Garcia/Unsplash
Foto: Helmut Loder
Susanne Noffke ist Pastoralreferentin und Seelsorgerin im Pastoralteam Campus Augustinum. | Foto: KK
Sr. Maria Patka ist Ordensfrau der Kongregation der Helferinnen und Seelsorgerin in der Katholischen Hochschulgemeinde Graz. | Foto: Schiffer
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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