Mensch/Priester - Regens Wilhelm Krautwaschl
Mein Lieblingsplatz ist dort, wo ich gerade bin!

Der Hausherr im „Augustinum“, Regens Wilhelm Krautwaschl, baut mit Gymnasiastinnen vom „Bischöflichen“ das „Augustinum“ als buntes Puzzle zusammen.
  • Der Hausherr im „Augustinum“, Regens Wilhelm Krautwaschl, baut mit Gymnasiastinnen vom „Bischöflichen“ das „Augustinum“ als buntes Puzzle zusammen.
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Sein Lieblingsplatz als Priester? „Dort, wo ich gerade bin“, antwortet Monsignore Dr. Wilhelm Krautwaschl. Er ist Regens (Chef für 87 „junge Beaschen“) im Bischöflichen Seminar in der Lange Gasse in Graz, die das Bischöfliche Gymnasium oder andere höhere Schulen besuchen. Der Beauftragte des Bischofs für Berufungspastoral ist auch Hausherr im „Augustinum“, dem neuen Bischöflichen Zentrum für Bildung und Berufung.

„Jetzt fühle ich mich sauwohl im Seminar“, lacht Willi Krautwaschl und merkt an, der Ausdruck „sauwohl“ passe „natürlich nicht ins Sonntagsblatt“. Sein lautes, erfrischendes Lachen ist ein Markenzeichen des Priesters aus der Oststeiermark. „Ich lebe das Jetzt“, nennt er als Grund für seine Fröhlichkeit. Er sei sich gewiss, dass Gott seinen Weg begleite.

Dieses Vertrauen, „dass es hinter allem einen gibt, der das Ganze im Blick hat“, bekam Krautwaschl von daheim mit. Der Vater war Bestatter in Gleisdorf, so gingen im Haus die Trauernden ein und aus. „Trotz allem zu hoffen“ lernte er auch in der Zeit, in der seine Schwester an Leukämie litt.

Ob er es mit dem Weg zu Gott ernst meine oder nicht, merken die Burschen im Bischöflichen Seminar sofort. „Die blatteln dich täglich auf“, formuliert Krautwaschl. Er dürfe sich nicht ins Schneckenhaus zurückziehen.

Zum Thema Zölibat habe etwa einer der Gymnasiasten seinen Priesterkollegen im Haus angeredet, erzählt der Regens: „Herr Spiritual, Sie haben sicher eine Freundin, weil Sie immer so glücklich sind.“ Mag. Stefan Ulz habe geantwortet: „Kannst du dir vorstellen, dass Gott einem so viel bedeutet, dass er mir eine ähnliche Erfüllung schenken kann wie eine Frau?“ Krautwaschl ergänzt, ehelos könne nicht leben, wer nicht auch für die Ehe geeignet wäre. Er hält beide Formen für „sehr anspruchsvoll“.

Die Gewissheit, dass sie nicht allein seien, wolle er den Jugendlichen weitergeben, schildert Willi Krautwaschl. Er ermuntere: „Gott ist mit euch; lebt daraus, dann wird euer Leben gelingen!“ Von Gott zu reden und zu predigen sei spannend und etwas „Intimes“. Er wolle nicht oberflächlich bleiben und dennoch nicht das Persönlichste auf den Marktplatz tragen.

Nicht als „moralischen Auftrag“, sondern als sein Wesen wolle er den Menschen „geistlich Jesus bringen“, ähnlich wie Maria „Jesus leiblich zur Welt gebracht hat“. Täglich übe er, ein „Wort des Lebens“ aus der Bibel im Alltag zu überlegen und zu verwirklichen, berichtet der Priester. In einer solchen „Wort-des-Lebens-Runde“ von Erwachsenen habe er schon mit 15 Jahren in Gleisdorf stolz mitgeredet.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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