Weltjugendtag Sydney 2008 | Teil 05
Krokodilfleisch und acht Apostel aus Sandstein

 

Endlich! Wir haben ein warmes Bett, eine heiße Dusche, das Essen liegt auf einem Teller, und es gibt keinen Thunfisch in Dosen mehr. Wir haben den dritten Teil unserer Weltjugendtagsreise begonnen. So schön, spannend, erlebnisreich, abenteuerlich, bunt, aufregend und überwältigend der Weltjugendtag war – ein wenig Entspannung und touristischer Komfort tut uns allen gut. Überraschend besucht uns Weihbischof Dr. Franz Lackner noch einmal in Sydney. Er ist erstaunt und ein wenig fassungslos über unser Nachtlager mit den tausenden anderen Pilgern in der Halle des Olympic Parks. Das ist wahres Pilgertum.

Die 860 Kilometer lange Reise von Sydney nach Melbourne starten wir mit „weihbischöflichem“ Reisesegen und der Sonne im Gepäck, da für Melbourne schlechtes Wetter mit Schneefall angesagt ist. Die Landschaft ist mit drei Worten zu beschreiben: Hügel, Bäume, Schafe. Nach der Nahrung für die Seele der letzten Tage beim Weltjugendtag ist nun im sonnigen Melbourne neue Nahrung für den Körper angesagt: Kängurusteak und Krokodilhäppchen. Es kostet schon ein wenig Überwindung, das zu essen, aber es lohnt sich wirklich. Es schmeckt total „lecker“.

Die St.-Patrick’s-Kathedrale in Melbourne ist die größte Kirche in Australien und verbreitet eine ganz besondere Stimmung durch ihre goldenen Glasfenster. Auf Initiative von Pfarrer Johannes Fötsch dürfen wir einen Gottesdienst am Hauptaltar feiern. Ein Detail hat sich hier in Melbourne im Vergleich zu Sydney leider gar nicht geändert: Es ist noch immer Winter und ziemlich kalt. Das haben sogar die Tiere gemerkt – die Pinguine, die auf Phillip Island jeden Abend nach Sonnenuntergang über den Strand zu ihren Nestern marschieren, kommen im Winter ungern aus dem Wasser. Sieht man im Sommer viele hundert, ja sogar tausend Tiere umherwatscheln, so zählen wir nur 163. Die Pinguin-Parade auf Phillip Island ist trotzdem ein wunderbarer Anblick! Nicht ganz so kälteempfindlich sind die Kängurus, Emus, Wombats und Koalas. Auf einer Farm in der Umgebung von Melbourne sind sie so zutraulich, dass wir sie sogar streicheln dürfen. In freier Wildbahn können wir sie mit unseren Kameras „erlegen“.

Was die Kängurus hier tagtäglich vor ihrer Nase haben, versetzt uns in großes Erstaunen: Die Küstenlinie der Great Ocean Road, einer spektakulären Küstenstraße, ist einfach nur mehr „bouaaaaa!“. Die Natur hat hier unbeschreiblich Schönes geschaffen. Besonders die „zwölf Apostel“ haben es uns angetan: freistehende, bis zu 60 Meter hohe Kalksteinfelsen im Meer. Sie gehören zu den meistfotografierten Touristenattraktionen Australiens. Sonnenauf- und -untergang lassen die Felsen in der Brandung leuchten. Die Erosion tut aber das Ihre, und so gibt es nur mehr acht statt zwölf Apostel.

Die Strapazen der Reise machen sich bemerkbar, und so schlafen fast alle im Bus. Canberra, die Hauptstadt Australiens, ist unser letztes Ziel, bevor wir den 28.000 Kilometer langen Heimweg antreten werden.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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