Ordensleben in der Steiermark | Teil 16
Gott begegnet – Leben geändert

Eine Atmosphäre des Friedens zieht viele Junge (hier bei der SpiriNight) und Ältere zum Kloster Maria Fatima.
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  • Eine Atmosphäre des Friedens zieht viele Junge (hier bei der SpiriNight) und Ältere zum Kloster Maria Fatima.
  • Foto: Maria, Königin des Friedens
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Medjugorje trägt Früchte. Südlich von Gnas lebt die Gemeinschaft „Maria, Königin des Friedens“.

Erscheint Maria? Am 24. Juni 1981, wird berichtet, erschien Maria, „die Königin des Friedens“, das erste Mal im Wallfahrtsort Medjugorje. Die Kinder liefen aber davon, erst am nächsten Tag sprachen sie auch mit der Frau. So gilt der 25. Juni als Jahrestag. „Für unsere Gemeinschaft spielen die Erscheinungen nicht die wichtigste Rolle, für mich persönlich auch nicht“, bemerkt Frater Ignaz Domej. Der gebürtige Kärntner Slowene leitet die franziskanische Gemeinschaft Maria Fatima in Bierbaum-Trössing im Südosten der Steiermark. Sie gehört zur jungen Ordensgemeinschaft „Maria, Königin des Friedens“.

Erscheinungen stehen auch für ihn nicht im Zentrum, ergänzt Kaplan Frater Hannes Saurugg. In Medjugorje habe er seine Lebensentscheidung getroffen, das sei das Wesentliche. Als er aber Jahre später bei einer Erscheinung in das Gesicht des Sehers Ivan geschaut habe, „war mir klar, das ist nicht gespielt“, bekennt der Frater. Manche Gläubige nennen den Priester auch Pater. „Bruder“ sei aber der franziskanische Titel.

Seine „Umkehr“ habe auch er in Medjugorje gefunden, berichtet Fr. Ignaz. Die „Botschaft des Friedens“ und eine persönliche Begegnung mit Gott seien sein erster Impuls dort gewesen. Er hatte sein Elektrotechnikstudium hinter sich und begann mit Theologie. Um sich das Studium in Wien zu finanzieren, programmierte er bei Siemens Roboter und Automaten. „Als Techniker kann man auch an der Produktion von Vernichtungsmaterial für die Menschheit beteiligt sein“, wusste er und litt am Widerspruch zur Friedensbotschaft von Medjugorje.

„Die Menschen waren damals total begeistert von Medjugorje“, erinnert sich der Leiter von Maria Fatima. Er begleitete viele Gruppen nach Bosnien-Herzegowina, gründete aber auch 1985/86 die Vierteljahreszeitschrift „Medjugorje“. Sie erreichte sogar eine Auflage von 120.000. Gebetskreise blühten in den Pfarren. Die Einfachheit im Wallfahrtsort habe die Leute begeistert; „viele hatten eine Gottesbegegnung und änderten ihr Leben.“

Als der Zeitschrift eine Postkarte beilag mit dem Aufruf, Gebetsgruppen zu melden, kamen über 600 Karten zurück. So viele Medjugorje-Gebetsgruppen existierten damals in Österreich. „Aus den Gebetsgruppen in Medjugorje entstand langsam unsere Gemeinschaft Maria, Königin des Friedens“, schildert Fr. Ignaz. Das Zentrum lag zuerst in Medjugorje, dann lange Zeit in Italien und von 1997 bis 2001 in Niederösterreich am abgelegenen Thalhof in der Nähe des Semmering, in der Pfarre Prein an der Rax.

Der Wallfahrtsort Maria Fatima wurde als nächstes entdeckt. So übersiedelte die Gemeinschaft, die inzwischen eine „Consociatio publica christifideles“ geworden war, eine Ordensgemeinschaft, 2001 in die Südoststeiermark. Dann übernahm die Gemeinschaft 2006 auch die Pfarre Maria Lanzendorf südlich von Wien.

Der Grundstein für eine „Fatima-Friedens- und Gedächtniskapelle“ in Trössing war bereits 1955 nach dem Staatsvertrag gelegt worden. Geweiht wurde die Kapelle 1977. Unterstützt vom Bauorden, wurden Zubauten für die vielen Pilger errichtet und 1988 geweiht, ein weiterer Kapellenanbau 1992. Am 11. September 2001 gründete Bischof Egon Kapellari den „Fatimakomplex“ als Kloster.

 

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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