Engagementförderung
Frischer Wind
- Elisabeth Fritzl
- Foto: Neuhold
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Über Chancen in der Engagementförderung.
Elisabeth Fritzl, Pastoralverantwortliche im Seelsorgeraum Graz-Südwest, freut sich seit 1. November über die Unterstützung durch Sonja Monitzer, eine Engagementförderin.
Was ist dir beim Thema Engagementförderung wichtig?
Kirchliches Leben wird von Ehrenamtlichen wesentlich getragen und gestaltet. Aber wie viel Verantwortung geben wir den Engagierten tatsächlich? Manchmal entsteht das Gefühl, dass Ehrenamtliche nur ErfüllungsgehilfInnen sind, obwohl sie doch näher an den Menschen dran sind und deren Bedürfnisse kennen.
Für mich spielen im Zusammenhang mit Ehrenamt Menschenbild, Kirchenbild und Gottesbild eine wichtige Rolle. Ehrenamt verändert sich, weil sich alles verändert. Menschen, die freiwillig mitarbeiten, tun das mit unterschiedlichen Motivationen, aber alle wünschen sich auch einen Mehrwert für sich selbst. Heute sind Menschen eher bereit, sich punktuell zu engagieren als längerfristig.
Welche Chancen siehst du in dieser neuen Funktion im Seelsorgeraum?
Mit einer Engagementförderin erleben sowohl bereits tätige als auch neue Freiwillige, dass sie als wichtige MitarbeiterInnen wahrgenommen werden. Es gibt jemanden, der schaut, was sie brauchen. Wichtig ist mir auch, dass wir gemeinsam mit der Engagementförderin an einem Kulturwandel arbeiten. Freiwilliges Engagement soll transparenter werden: Was genau ist meine Aufgabe? Wer ist meine Ansprechperson bei Fragen, Schwierigkeiten, Konflikten? Wie lange kann/muss ich mich engagieren? Je mehr Klarheit herrscht, desto leichter entscheiden sich Menschen dafür, sich zu engagieren. Wenn es uns gelingt, hier professioneller miteinander zu arbeiten, wird Ehrenamt in der Kirche sicher für viele Menschen attraktiver.
Was ist deine Aufgabe als Pastoralverantwortliche bei der Engagementförderung?
Für mich ist das eine ganz neue Erfahrung und Aufgabe. Gute und regelmäßige Kommunikation mit der Engagementförderin ist wesentlich für das Gelingen. Ebenso stehe ich klar hinter der Person, versuche, sie gut in den Seelsorgeraum hineinzubegleiten und im Austausch mit anderen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Schlüsselpersonen das Bewusstsein für die Notwendigkeit zu schärfen. Gleichzeitig freue ich mich sehr auf einen „frischen Blick“ von außen und das gemeinsame Lernen auf diesem Weg.
Interview: B. Krotil/J. Rust
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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