ICH WAR DA. BEI - Pfarrgemeinderatswahl 2017 | Teil 08
Die richtige Mischung macht Appetit auf mehr

Waltraud Scheucher aus der Pfarre Straden.

Es liegt schon ein bisschen in der Familie, denn „auch mein Vater war Pfarrgemeinderat“. Trotzdem war Waltraud Scheucher überrascht, sie hatte nicht damit gerechnet, dass es so kommen würde. „Bei uns in Straden wird nach dem Urwahlmodell gewählt“, und als die 35-jährige Soziologin erfahren hatte, dass sie in den Pfarrgemeinderat gewählt worden war, hat sie sich gefreut. Sicher eine Auszeichnung, ein Zeichen von besonderem Vertrauen. „Aber ich musste nicht überredet werden“, lacht die in der Bezirkskammer für Land- und Forstwirtschaft in Feldbach und Radkersburg im Bereich Förderungen Tätige. Sie war gleich bereit. Das Pfarrleben mitzugestalten und auf die Zukunft der Pfarre Einfluss zu nehmen ist ihr wichtig.

Für sie nichts Neues. Schon als Kind war sie dort fest verankert. Jungschargruppe, Ministrieren, Jungscharlager und Sternsingen, damals gehörte das einfach dazu. „Ich bin mit dieser Beziehung aufgewachsen. Meine Eltern waren immer aktiv und singen noch heute im Chor.“ Obwohl der Kontakt zur Pfarre während des Studiums loser war, hat sich alles wieder gefügt, seit sie mit ihrem Mann Stefan und dem nun 16 Monate alten Johannes wieder in der alten Heimat ansässig ist. Was Straden für sie ganz speziell auszeichnet, ist die besondere Feierlichkeit, mit der die kirchlichen Feste gestaltet werden. „Es gibt drei Chöre und nach wie vor sehr viel Engagement“, freut sie sich.

Eines der wichtigsten Ziele für die Zukunft: Jüngere auch weiterhin gut einzubinden. „Mit den Kirchenzwergen wird versucht, diese Beziehung schon möglichst früh aufzubauen.“ Eltern und Kinder gehen zuerst in die Kirche, singen und beten gemeinsam. An-schließend wird im Pfarrhof gespielt, gezeichnet, gebastelt und gesungen. Auf interessante und spielerische Art können Kinder die Kirche und die Feste im Jahreskreis kennen lernen. Die Beziehung zur Kirche bleibt so gut aufrecht über Erstkommunion bis hin zur Firmung, dann wird es aber schwierig.

Waltraud Scheucher will sich auch besonders in ihrer Katastralgemeinde Muggendorf engagieren. Bei der Kapelle Maria Loretto soll wieder regelmäßig ein Maibeten stattfinden. „Durch diese Kapellengemeinschaft, die den Leuten näher ist, erreicht man bei solchen traditionellen Veranstaltungen oft Menschen, die nicht nach Straden kommen.“ Möglichst unterschiedliche Leute anzusprechen ist eine grundsätzliche Herausforderung: „Man muss aufgeschlossen sein.“ Durch Sohn Johannes ergeben sich im Arbeitskreis Kinder, Jugend und Ehe vielleicht Interessensfelder. Noch ist es nicht ganz klar. „Ich bin aber schon sehr gespannt auf die erste Sitzung.“

Der Pfarrgemeinderat soll möglichst vielfältig zusammengesetzt sein, Menschen aus unterschiedlichen Lebenssituationen, Generationen und Gruppen. Gefühlsmäßig passt das neue Team für Waltraud Scheucher gut. „Von erfahrenen Leuten profitiert man, ich habe mich immer sehr gut aufgenommen gefühlt, ich kenne die Menschen, was sehr schön ist. Die richtige Mischung macht es eben aus.“

 

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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