ICH WAR DA. BEI - Pfarrgemeinderatswahl 2017 | Teil 12
Die Jugend meldet sich engagiert zu Wort

Vier junge Pfarrgemeinderäte im Alter von 15 bis 16 Jähren. Das ist wahrlich beachtlich. Noch dazu, wenn sie alle in ein und dieselbe Schulklasse gehen. Erich Buta, Max Schlederer, Felix Filzwieser und Moritz Raidl (im Bild von links nach rechts mit Stadtpfarrer Markus Plöbst in der Mitte) besuchen die 6b des BG/BRG Altes Gymnasium in Leoben. In drei verschiedenen Pfarrgemeinderäten werden sie Verantwortung übernehmen. Buta und Schlederer sind frisch gebackene Pfarrgemeinderäte in der Stadtpfarre Leoben-St. Xaver, Filzwieser in Proleb, Raidl in Leoben-Göss.

Der klare Wunsch, selbst mitzureden und aktiv mitzugestalten, steht bei allen Vieren ganz oben auf der Liste. Die Anregung für ihr Engagement erhielten sie von Stadtpfarrer Markus Plöbst, der sie in Religion unterrichtet. „Es geht auch darum, deutlich zu zeigen, dass man dazu steht, Christ zu sein“, erklärt Max Schlederer seine Motivation. Erich Buta: „Ich will dadurch den jungen Leuten zeigen, dass auch wir Jugendliche etwas bewegen können und nicht nur die älteren Menschen!“ Sein Ziel: „Ich und auch die anderern Pfarrgemeinderatsmitglieder können die jungen Leute dazu bewegen, Religion in der heutigen Zeit mehr zu schätzen. Ich hoffe sehr, das wird uns gelingen!“

„Meine Pfarre Proleb ist sehr klein, aber ich bewundere, wie super die Zusammenarbeit im Pfarrgemeinderat funktioniert“, erzählt Felix Filzwieser. Schon in der ersten Pfarrgemeinderatssitzung hat er sich völlig akzeptiert gefühlt und sei auch um seine Meinung gefragt worden. „Ich bin von den anderen trotz meiner Jugend wirklich voll eingebaut worden“, freut er sich. Einsetzen will er sich in Zukunft besonders für die Anliegen der Kinder und Jugendlichen.

Ähnlich ist es bei Moritz Raidl. Er fühlt sich in seiner Pfarre Leoben-Göss sehr wohl. Es passiert viel und sei insgesamt „sehr lebhaft“. Für die Jugend könne man freilich generell noch mehr tun, deshalb ist er schon am Überlegen, was Kinder und Jugendliche am ehesten ansprechen könnte. In seiner Kindheit war er immer beim Jungscharlager mit dabei, und das war eben „voll cool“. Seine Tätigkeit als Pfarrgemeinderat stellt für ihn „eine interessante neue Erfahrung“ dar. Mit den Erwachsenen kann er durchaus mitreden.

Generell werden die Pfarrgemeinderäte jünger. Das lässt sich allgemein und wohl ganz besonders im ganzen Leobener Pfarrverband feststellen. Marina Marjanovic für die Pfarre Leoben-Waasen ist ebenfalls erst 16 Jahre alt. In Leoben-Hinterberg wurden Selina und Nico Harecker gewählt, die die 7. und 8. Klasse des BG/BRG Leoben Neu besuchen. Susanne Scherbler, Schülerin der HLW Leoben, ist als Pfarrgemeinderätin in Lerchenfeld aktiv. Zu den Jungen gehört auch Katharina Hölzl aus der 7. Klasse des BG/BRG Leoben I.

Trotz der oft geäußerten Sorge, dass das Engagement von Jugendlichen in der Kirche stetig abnimmt, gibt es auch positive Zeichen. Neu ist aber wohl auch, dass insgesamt sehr viel stärker auf die Meinung und die Anliegen von jungen Menschen eingegangen wird als früher.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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