Wallfahrten in der Steiermark | Teil 01
Alte und neue Wege des Heiles und Trostes

Ob mit zehntausenden Gleichgesinnten, allein oder mit dem Freizeitgerät: Das Pilgern zu den Erinnerungsstätten der Heiligen kann helfen, Wesentliches für das persönliche Leben zu entdecken.
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  • Ob mit zehntausenden Gleichgesinnten, allein oder mit dem Freizeitgerät: Das Pilgern zu den Erinnerungsstätten der Heiligen kann helfen, Wesentliches für das persönliche Leben zu entdecken.
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Nein, kein Kirchengesetz macht den Christen das Wallfahrten zur religiösen Pflicht – und doch: „Das Wallfahrtswesen und der Wallfahrtsbrauch hat den Wandel aller Zeiten mitgemacht und sich in ihm gewandelt, aber doch lebendig erhalten bis heute. Immer noch geht still und von der Welt unbemerkt der Zug der Wallfahrer durch das Land und sucht in altem Vertrauten Schutz und Hilfe und Trost… Der Zug wird weitergehen, so-
lange Heimsuchung und Not 
zum Schicksal der Menschen gehören.“

Not und Leid mögen sich Gott sei Dank hierzulande in den vergangenen Jahrzehnten wesentlich vermindert haben, trotzdem ist Hanns Korens seinerzeitige An-merkung bei der Beschreibung der Marienverehrung in der Steiermark auch heute noch gültig. Pilgern ist wieder „in“, die Wallfahrten zu den Marien- und Heiligen-Gedenkstätten nehmen generell wieder zu, auch wenn da und dort manch pfarrlich-traditionelles Brauchtum nicht mehr so gepflegt wird und veränderte Motive und subjektive Empfindungen zu einer Wallfahrt aufbrechen lassen.

„Wallfahren heißt, sich aus dem Alltag zu lösen und Körper, Geist und Seele auf ein Ziel zu richten. Bitte, Dank und Bekenntnis können das Motiv für einen Aufbruch sein. Dass Wallfahrt heute lebendiger denn je ist, zeigt wohl am deutlichsten Mariazell. Das Verlassen der gewohnten Lebenssituation, Anstrengung, Gemeinschaftserfahrung und gemeinsames Gebet bringen die Menschen den Grundfragen ihrer Existenz und damit Gott näher“, stellt Mitautor Heimo Kaindl in der Wallfahrtsbroschüre fest, die kürzlich vom Referat Tourismuspastoral der Diözese mit Unterstützung der Fremdenverkehrsabteilung des Landes Steiermark erstellt wurde.

Das „Sonntagsblatt“ will in den kommenden Sommer-Ausgaben diese Darstellung der „Wallfahrtsorte und Pilgerwege in der Steiermark“ mit weiteren Informationen traditioneller Wallfahrtsstätten ergänzen, wobei neben den ohnehin bekannteren Marien-Wallfahrtskirchen schwerpunktmäßig die steirischen Stätten der Heiligen-Verehrung näher vorgestellt werden sollen.

Möge auch Sie – wie Bischof Dr. Egon Kapellari im Vorwort der Wallfahrts-Broschüre schreibt – „der Aufbruch aus dem gewohnten Alltag, die Erfahrung von Gemeinschaft unterwegs, das Er-lebnis von Natur, das Berührtwerden durch die sakrale Kunst, die Kraft des gemeinsamen Gebetes Gott, den Mitmenschen und sich selbst näher bringen“.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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