Zehn Gebote
Übersetzungsarbeit

Der Platz im Norden der Feldbacher Pfarrkirche ist seit der Neugestaltung auto- und barrierefrei. Der Skulpturenweg zu den Zehn Geboten will zum Staunen und zur Einkehr einladen.  | Foto: Michaela Trummer
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  • Der Platz im Norden der Feldbacher Pfarrkirche ist seit der Neugestaltung auto- und barrierefrei. Der Skulpturenweg zu den Zehn Geboten will zum Staunen und zur Einkehr einladen.
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Feldbach.
Am neugestalteten Kirchenplatz fanden die Zehn Gebote künstlerischen Ausdruck.

Der Feldbacher Kirchenplatz hat eine wechselvolle Geschichte. Seit Jahrhunderten ein Fluchtplatz innerhalb der Tabormauern, im Boden verborgen der erste Feldbacher Friedhof und bei Ende des Zweiten Weltkrieges Schauplatz der Kirchturmsprengung. Der zentral liegende Platz zwischen dem freistehenden Glockenturm und der Pfarrkirche, in den letzten Jahrzehnten als Parkplatz genutzt, wurde nun zu einem Begegnungsplatz umgestaltet. Künstlerisch aufgewertet wird der Platz durch das Skulpturenensemble „Dekalog“. Dabei wurden die Zehn Gebote mit Metallarbeiten dargestellt. Die Künstler Hannes Fladerer (Gebote 3, 4, 7, 9), Michael Endlicher (2, 8), Werner Schimpl (1, 10) und Kurt Straznicky (5, 6) haben dafür dieses überzeitliche jüdisch-christliche Kulturerbe zeitgenössisch interpretiert.

Die unmittelbare Nähe zum Feldbacher Tabor mit dem Heimat.Museum inspirierte die Künstler: „Angeregt von der reichhaltigen Sammlung des Museums im Tabor entwickelten wir Skulpturen, die sich auf Formen unseres Alltags beziehen“, erklärt Hannes Fladerer. In Bronze gegossen und aus Stahl geschnitten, sollen sie die Texte der Zehn Gebote „in unsere Zeit stellen“ und einen sinnlichen Zugang ermöglichen, so der Künstler. Neben einem Computerbildschirm mit Tastatur als Interpretation des ersten Gebotes finden sich unter anderem eine Schrotmühlscheibe, Schuhleisten und eine Kugelkrapfenform in den Skulpturen verarbeitet. Mit dezenter Beleuchtung ausgestattet und damit auch bei Dunkelheit schön in Szene gesetzt, sind die Skulpturen an der Nordseite der Pfarrkirche und der Gedächtniskirche aufgestellt.

Bürgermeister Josef Ober und Stadtamtsdirektor Michael Mehsner sind sich einig, dass Feldbach mit der Neugestaltung des Kirchenplatzes um ein „einmaliges sakrales und gleichzeitig künstlerisches Zeichen reicher geworden“ ist, und loben die gute Zusammenarbeit aller Beteiligten. Das Projekt wurde unter anderem über ein EU-Förderprogramm finanziert.

„Seit Jahrtausenden sind die Zehn Gebote Gottes geltende Wegweisung für die gelebte Beziehung zu Gott und den Menschen“, formuliert der Feldbacher Stadtpfarrer Friedrich Weingartmann und drückt seine Freude darüber aus, dass die Darstellungen nun den Kirchplatz bereichern und „zur Besinnung auf bleibende christliche Werte inmitten großer gesellschaftlicher Veränderungen“ einladen.

Der Platz im Norden der Feldbacher Pfarrkirche ist seit der Neugestaltung auto- und barrierefrei. Der Skulpturenweg zu den Zehn Geboten will zum Staunen und zur Einkehr einladen.  | Foto: Michaela Trummer
Das zweite Gebot setzte Michael Endlicher ins Bild. Er kombinierte dazu die Buchstaben des Gottesnamens mit dem zeitgenössischen Copyright-Zeichen. Die rohe Materialität jahrhunderte-alter gusseiserner Feueraufsetzer für Pfannen 
und Töpfe soll Unzerstörbarkeit symbolisieren. | Foto: Michaela Trummer
Eine Schrotmühlscheibe benutzte Hannes Fladerer für die Skulptur des 3. Gebotes. Das Werkzeug zur Herstellung von Brot erinnert auch an Kirchenfenster und den Wechsel von Arbeit und Ruhe. | Foto: Michaela Trummer
In einer horizontalen Figur hat Kurt Straznicky das Tötungsverbot dargestellt. Ein Teigausstecher in menschlicher Form hinterlässt einen Leerraum. | Foto: Michaela Trummer
Das zehnte Gebot schützt das persönliche Eigentum. Der Künstler Werner Schimpl bildet es als „Verschnürung“ ab, die einen 
imaginären Inhalt umhüllt. | Foto: Michaela Trummer
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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