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Teuer und unsicher
Am 13. Juni wurde im Verfassungsgerichtshof verhandelt, ob ein Verbot des „Social Egg Freezing“ gegen das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens (Art. 8 EMRK) verstößt und daher aufzuheben ist. (In Österreich ist das Einfrieren von Eizellen ohne medizinische Indikation verboten, Anm. der Red.) Die Klägerin möchte die Chance wahren, später Kinder zu bekommen und dafür ihre Eizellen einfrieren lassen. (Der Gerichtsentscheid steht noch aus, 01.07.25)
Das Zeitfenster zwischen spätem Kinderwunsch und Ende der Fruchtbarkeit ist klein. Es ist deshalb verlockend, auf eine technische Lösung zu setzen. Wir halten Sozial Egg Freezing aber für wenig frauenfreundlich. Social Egg Freezing ist sehr teuer und unsicher. Frauen werden mit dem Forcieren dieser Methode noch mehr unter Druck gesetzt, gesellschaftspolitische Versäumnisse auf ihre Kosten zu reparieren.
Wir kritisieren, dass mit dem Social Egg Freezing in Selbstverantwortung abgeschoben wird, was gesamtgesellschaftliche Aufgabe wäre: Rahmenbedingungen zu schaffen, unter denen Beruf oder Ausbildung und Familie vereinbar sind und Menschen daher früher Kinder bekommen können.
Bitte setzen wir uns damit auseinander, was junge Menschen daran hindert bzw. davon abhält, Eltern zu werden oder eine Familie gründen zu wollen. Die Sorgen der jungen Menschen sind real – in vielen Bereichen ist die Politik gefordert gegenzusteuern.
Martina Kronthaler
Generalsekretärin von aktion leben österreich
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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