Buch-Tipp
Ein radikales Leben
- hochgeladen von SONNTAGSBLATT Redaktion
Mit dem reichen Vater öffentlich brechen, die Kleider eines Bettlers anziehen, in absoluter Besitzlosigkeit leben: Franz von Assisi zog in seinem Glauben an Jesus alle Register. Bis heute fasziniert er, weil er sich nicht schonte, sondern seinem Herzen kompromisslos folgte. Das radikale Leben dieses „Hofnarren Gottes“ lässt sich in keine Schublade stecken, es eckt an und reißt in seinen Extremen mit: Bittere Armut trifft auf überschwänglich-naive Fröhlichkeit, harte Ablehnung auf bedingungslose Anhängerschaft. Der Weg des Heiligen war nicht schnurgerade oder klar definiert, sondern das gewundene Erspüren einer wahren Berufung. Die erste Biografie über Franz von Assisi (1181/82–1226) entstand wenige Jahre nach seinem Tod. Zum 800. Todestag des Heiligen greift Markus Hofer, Theologe und Kunsthistoriker, für seine Darstellung erneut auf die frühen Quellenschriften zurück und begegnet ihm ohne verklärende Zuschreibungen. Ihn interessieren, wie er im Vorwort schreibt, jene „Influencer“, über die man auch nach 800 Jahren noch spricht, mehr als die heutigen. Eine eindringliche Biografie für alle, die Franziskus jenseits frommer Legenden kennenlernen möchten. „Franziskus ist ein menschliches Gesamtkunstwerk, in dem Liebe und Entbehrung, Poesie und Radikalität, Vollendung und Versagen zusammentreffen.“
Markus Hofer:
Franz von Assisi. Ein radikales Leben neu erzählt.
Tyrolia Verlag
25 Euro
ISBN 978-3702243265
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
Sie möchten kommentieren?
Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.