Gut beraten - Heidi Grafeneder
Wenn Kinder trauern
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Die Welt eines Kindes steht Kopf, wenn ein geliebter Mensch stirbt, sie sich von Gewohntem verabschieden müssen oder die Trennung der Eltern auch in ihrem Leben einiges durcheinanderbringt. Kinder reagieren in diesen Situationen oft mit kurzen, intensiven Trauerphasen: Sie weinen heftig – und im nächsten Moment spielen oder lachen sie wieder unbeschwert. Das ist nicht ungewöhnlich und dient dem Selbstschutz.
Es ist unsere Aufgabe, Gefühlen wie Wut, Traurigkeit oder Verzweiflung einen geschützten Raum zu geben, dabei aktiv und einfühlsam zuzuhören und die kindlichen Sorgen ernstzunehmen. Ehrliche Gespräche können Verlustängste auffangen und mögliche Schuldgefühle abbauen. Alle Gefühle sind erlaubt. Das Anbieten von kreativen Ventilen, wie Malen, gemeinsam eine Erinnerungskiste packen oder Tagebuchschreiben, kann helfen, Gefühle auszudrücken.
Alltagsroutinen geben in dieser turbulenten Zeit Stabilität, damit die Welt der Kinder wieder auf festen Beinen stehen kann. Bei sehr aggressivem Verhalten oder anhaltenden körperlichen Symptomen sollte zusätzlich professionelle Hilfe in Anspruch genommen werden.
Heidi Grafeneder ist Psychosoziale Beraterin beim Institut für Familienberatung und Psychotherapie der Diözese Graz-Seckau.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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