Aus meiner Sicht - Helmut Schmidt, Geschäftsführer
Neue Kraft
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Hand aufs Herz: Wer von uns mag Veränderungen wirklich? Ich erwische mich oft dabei, wie ich mir wünsche, die Zeit einfach anzuhalten. Wenn es mal rundläuft, soll bitte alles genau so bleiben. Doch das Leben fragt uns nicht. Es wirbelt uns durcheinander. Es bricht Gewohnheiten auf und stellt uns vor Aufgaben, die wir uns nicht ausgesucht haben.
In einer Predigt, die mir vor kurzem jemand geschickt hat, hat Bruder Paulus
Terwitte genau diesen Punkt betont. Er sagt: Wir nutzen Gott oft als eine Art Anker, der verhindern soll, dass unser Schiff überhaupt ablegt. Wir wollen Sicherheit. Aber Ostern zeigt uns einen ganz anderen Weg. Die Auferstehung Jesu ist der Beweis dafür, dass das Leben nur dort neu wird, wo sich etwas radikal verändert – auch wenn es wehtut.
Vielleicht geht es Ihnen manchmal wie mir: Wenn Sicherheiten wegbrechen, kommt die Angst. Doch Ostern erinnert uns daran: Gott ist kein Gott des Stillstands. Er wartet nicht am Ziel auf uns, sondern er ist genau jetzt da, in der Unsicherheit und im Umbruch.
Wahre Stärke bedeutet wohl nicht, keine Angst zu haben. Wahre Stärke bedeutet demnach, trotz weicher Knie darauf zu vertrauen, dass in jedem Wandel eine neue Kraft steckt.
Helmut Schmidt Geschäftsführer
helmut.schmidt@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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