Offen gesagt - Manuela Harb
Heilsam für alle
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Wie sieht ein heilsamer Umgang mit dem Leben aus?
Grundvoraussetzung ist ein gemeinschaftliches Miteinander, und darauf aufbauend: ein guter Umgang mit der Schöpfung. Mit unserem „Lebensgartl“ versuchen wir das.
Nach dem Tod eines unserer Kinder vor 22 Jahren trauerte jedes Familienmitglied für sich. „Wir brauchen etwas, das uns einander wieder näherbringt“, sagten mein Mann und ich, und wir wollten einen Ort schaffen, mit dem das Leben weitergeht. Wir pachteten ein Grundstück, auf dem wir Obst und Gemüse pestizidfrei anbauen und ganzjährig ernten. Besonders in Zeiten des Klimawandels ist es wichtig, hinzuhören, was der Boden braucht. Weil eine schützende Eis- und Schneeschicht immer öfter fehlt, bedecken wir unseren Garten selbst – etwa mit Laub und Heu. So können „Gartenarbeiter“ wie Käfer oder Regenwürmer ungestört werkeln. Im Frühjahr säen wir gemeinsam samenfeste Sorten, die wir selbst ziehen oder die uns ältere Menschen schenken. So geht biologisch nachhaltiges Leben weiter. Aussäen, Zeit lassen zum Wachsen und Gesundes ernten: Das ist für uns Menschen ebenso heilsam, wie für die Natur.
Veranstaltungstipp: Sa., 15. 11., 14.30 Uhr: Wir sind Boden. Vom heilsamen Umgang mit unserer Lebensgrundlage. Vortrag von Martin Grassberger, Pfarrzentrum Weiz (Weizberg 13).
Manuela Harb betreibt seit 22 Jahren mit ihrem Mann das „Lebensgartl“ und ist kfb-Vorsitzende im SR Weiz.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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