Positionen - Elisabeth Wimmer
Ein Statement
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In der Karwoche zerbröselt die Zukunft. Diese Tage werden im Rhythmus des Kirchenjahres vom österlichen Geist her verstanden. Doch aus dem Blickwinkel derer, über die in den biblischen Texten erzählt wird, ist sie ein Ende. Wie kann daraus Hoffnung auf Zukunft entstehen? Das ist eine sehr zeitgemäße Frage.
Was lässt die Beteiligten diese Tage aushalten, da ihre Gemeinschaft zerbröckelt, Freunde fremd werden, wo verraten wird und Reue bedrängt, wo Lebenskonzepte zerbrechen, und das alles in politisch unsicherer Zeit? Einer wird von vielen verlassen und von einigen, die sich bedroht – oder einfach dazu legitimiert – fühlen, gequält und getötet.
Was treibt einen solchen Menschen an? Die Sicherheit, dass sein Handeln eine Veränderung zum Guten bringen wird und dass es Zukunft ermöglicht, Erlösung für alle Zeit? Es hat zumindest vorerst nicht danach ausgesehen.
Ich stelle mir vor, dass ein Stellungbeziehen aus der Gegenwart heraus eine Rolle spielt: dass ein Mensch so handelt, einfach weil er es jetzt als richtig erkennt, sich hier am richtigen Platz weiß. Vielleicht ist dies – damals wie jetzt – eine Urform der Hingabe und das stärkste Zukunfts-Statement.
Elisabeth Wimmer
redaktion@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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