Offen gesagt - Hemma Opis-Pieber
Das Handeln zählt
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10 Jahre Umwelt-Enzyklika „Laudato si“ – Papst Franziskus’ grünes Vermächtnis. Was hat sich seither getan?
„Die Zerstörung der Umwelt ist eine Beleidigung Gottes, eine Sünde … die alle Menschen stark gefährdet …“. Papst Franziskus hat klare Worte über den Zustand unseres „gemeinsamen Hauses“ gefunden und unsere Gleichgültigkeit angeprangert. So war die Enzyklika „Laudato si’“ wie ein Turbo für die kirchliche Umweltarbeit. Die Österreichische Bischofskonferenz beschloss noch im Herbst 2015 drei Ziele: Nachhaltige Leitlinien für das tägliche Handeln, Maßnahmen zur Energiewende und eine öko-soziale Beschaffungsordnung – Umwelt und Soziales lassen sich nicht trennen!
Diese Ziele bündelten die Kräfte der kirchlichen Umweltbeauftragten und brachten große Fortschritte. Bereits 2018 hatte Graz-Seckau alle Leitlinien erarbeitet und beschlossen. Aber wie immer zählt das Handeln. Deswegen ist das Jubiläum ein guter Anlass für eine persönliche und strukturelle Gewissenserforschung: Was haben wir für die Bewahrung der Schöpfung konkret getan? Nehmen wir dieses Anliegen ernst genug? Das „Handbuch für eine schöpfungsfreundliche Pfarre“ bietet eine Fülle an guten Ideen für alle Bereiche!
Letztendlich ist die Bewahrung der Schöpfung eine innere Haltung, die gelebt werden will. Danke, Papst Franziskus.
Hemma Opis-Pieber war 20 Jahre lang Umweltbeauftragte der Diözese Graz-Seckau.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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