Positionen - Elisabeth Wimmer
Babywickeln und Blindenschrift
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Das neue Jahrtausend war noch in den Kinderschuhen, als das Buch „Weltwissen der Siebenjährigen“ für Diskussionen sorgte. Thema war nicht „Wissen“ im engeren Sinn, eher die Frage, welche Kenntnisse und Erfahrungen Kindern einen guten Zugang zur „Welt“ öffnen können und ihnen deshalb ab den ersten Lebensjahren ermöglicht werden sollen.
Einmal beim Babywickeln und beim Bett-Überziehen geholfen haben; erlebt haben, dass es in einer anderen Familie andere Bräuche gibt; ein Wort in Blindenschrift verstehen; Müdesein von Traurigsein unterscheiden können; erlebt haben, dass andere es gut empfinden, wenn man anwesend ist … Ihre vielen Vorschläge – nicht als „Check-Listen“ verstanden – waren Ergebnis von Befragungen und Forschung der Autorin Donata Elschenbroich.
Und heute? Welche Erfahrungen kann man Kindern wünschen? Dass jemand sich freut, wenn sie von einer Idee erzählen, und sie mit ihnen bespricht. Wie stark man sich fühlen kann, wenn man nach oben geklettert ist und runterschaut. Dass es Geheimnisse gibt, die auch Erwachsene nicht erklären können. Dass still sein manchmal schwer und manchmal leicht ist. Dass man heute etwas erleben wird.
Elisabeth Wimmer
redaktion@sonntagsblatt.at
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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