ICH WAR DA. BEI - Teil 03
„Wir wollen zusammen 
 einen Weg entwickeln“

Neue Pfarrgemeinderätinnen und Pfarrgemeinderäte
Diesmal: Julia Strohmeier (St. Ulrich in Greith)

Wenig zu tun hat Julia Strohmeier dieses Jahr nicht gerade. Schließlich steht für die 19-Jährige aus St. Ulrich in Greith die Matura vor der Tür.

„Ja, ich bin schon nervös“, verrät sie. An der Bundesbildungsanstalt für Elementarpädagogik (vulgo Kindergärtnerinnenschule) in Mureck wird sie ihren Abschluss machen. Der Berufswunsch Kindergartenpädagogin sei wohl auch darauf zurückzuführen, dass sie als Nachzüglerin wegen des großen Altersunterschiedes zu ihren Geschwistern (16 Jahre) sehr früh Tante geworden ist. Kontakt zu Babys und Kleinkindern gehörte für sie schon immer zum Leben mit dazu, und „es ist so spannend für mich, mit ihnen mitzuwachsen“. Ja, ihre Berufsentscheidung war richtig, und sie freut sich schon darauf, ihren zukünftigen Beruf ausüben zu können. „Es ist wunderschön zu erleben, wie Kinder die Welt entdecken.“

Nun ist noch etwas dazugekommen. Die junge Frau ist frischgebackene und durchaus stolze Pfarrgemeinderätin. „Die Leute kennen mich zwar von meiner Arbeit mit den Ministranten her, aber ich hätte wirklich nicht damit gerechnet“, überlegt sie. Obwohl sie sich schon vor der Wahl insgeheim gedacht hätte, dass sie das total interessieren würde. Ministrantin war die kleine Julia sehr lange und mit großer Freude. „Ich war immer total stolz, wenn ich etwas Besonderes machen durfte, das Kreuz oder das Weihrauchfass tragen“, erinnert sie sich. Heute betreut sie die Ministranten, ist beim Pfarrfest als Kellnerin oder hinter der Schank im Einsatz und bei vielen anderen Gelegenheiten dabei, etwa beim Palmbuschen-Binden mit den Kindern.

Ein Zusammenhalt, auf den man sich stützen kann. Das sei das Besondere an der Pfarre St. Ulrich und am Pfarrverband mit Wies und Pölfing-Brunn insgesamt. „Man trifft sich nach der Messe, man redet miteinander, und es gibt eine wirklich gute Zusammenarbeit zwischen der Pfarre und den Vereinen.“

Julia Strohmeier hat ein ungewöhnliches Hobby: Sie spielt Waldhorn. Begonnen hat sie mit dem Erlernen des schwierigen Instruments schon in der Volksschule. Das Musizieren in der Musikkapelle macht viel Spaß und bildet auch einen wichtigen Teil ihres Lebens. Zum Entspannen sportelt sie, läuft und schwimmt. Ja, sie geht gern in die Kirche, selbst wenn es sich nicht jeden Sonntag ausgeht, „auch wenn andere junge Leute das vielleicht uncool finden“.

Nun will sie, was sie an Positivem leisten kann, auch im Pfarrgemeinderat einbringen. Insgesamt sieht sie ihre Aufgabe darin, junge Menschen zu vertreten. Bei Anliegen könne man sich gern an sie wenden. „Ich muss noch sehen, wie sich alles entwickelt, was anfällt.“ Auch wenn sie noch keine genauen Projekte hat. „Ich bin offen.“ Die erste Sitzung hat schon stattgefunden. „Es war spannend.“ Julia Strohmeier hat bereits einen ersten Job im neuen Arbeitsbereich erhalten: Schriftführerin. Ihre Jugend sieht sie nicht als hinderlich. „Ich fühle mich respektiert und angenommen. Es ist etwas Besonderes, dass ich dabei sein darf. Man merkt, dass einem sehr viel Vertrauen entgegengebracht wird.“

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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