Abschied
Was mit der Grablegung Krätzls endet

R.I.P. Weihbschof Helmut Krätzl (1931-2023). | Foto: Kathpress/Paul Wuthe
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Was mit der Grablegung von Weihbischof Krätzl endet.

Mit einem feierlichen Requiem im Wiener Stephansdom haben Kirche, Staat und Gesellschaft vom früheren Wiener Weihbischof Helmut Krätzl Abschied genommen. Krätzl war am 2. Mai im 92. Lebensjahr verstorben. Der Wiener Erzbischof, Kardinal Christoph Schönborn, würdigte Krätzl in seiner Predigt als einen herausragenden Priester, Seelsorger und Bischof, der „leidenschaftlich engagiert, kritisch, aber nie bitter war“, weil er „nie seine Liebe zur Kirche verloren“ habe. „Ich habe gelernt, mehr auf ihr (der Kirche, Anm.) inneres Wesen zu schauen und dass sie immer viel mehr ist, als sie im Augenblick erscheint“, zitierte Schönborn aus Krätzls Testament.

Mit Kardinal Schönborn konzelebrierten u. a. die Bischöfe Manfred Scheuer, Alois Schwarz und Wilhelm Krautwaschl, ebenso die emeritierten Bischöfe Egon Kapellari, Paul Iby, Ludwig Schwarz und Klaus Küng. Auch der Apostolische Nuntius in Österreich, Erzbischof Pedro Lopez Quintana, nahm teil. Die Politik wurde an erster Stelle von Bundespräsident Alexander Van der Bellen in Begleitung seiner Frau vertreten. Auch die NÖ-Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner feierte mit.

Die Ökumene war stark vertreten, u. a. mit dem serbisch-orthodoxen Bischof Andrej Cilerdzic, dem evangelischen Bischof Michael Chalupka, dem evangelischen Altbischof Michael Bünker, dem reformierten Landessuperintendenten Thomas Hennefeld, dem methodistischen Superintendenten Stephan Schröckenfuchs, dem anglikanischen Kanonikus Patrick Curran, dem emeritierten altkatholischen Bischof Heinz Lederleitner, dem syrisch-orthodoxen Chorepiskopus Emanuel Aydin und dem orthodoxen Erzpriester Athanasius Buk, der Metropolit Arsenios vertrat.

Als einen „Bischof der Weltoffenen“ würdigte der Wiener Pastoraltheologe Paul Zulehner Weihbischof Krätzl. Als „feuriger Verfechter des Konzils“ habe Krätzl die Fähigkeit ausgezeichnet, „Mystik der Liturgie und Politik im Einsatz für eine menschliche Welt stets gediegen (zu) verweben“, ist zu lesen in Zulehners Blog. Mit der Grablegung Krätzls vollziehe sich das „Ende der Ära König“, schreibt Zulehner und schließt mit einem „Danke, Helmut!“

Quelle: Kathpress

R.I.P. Weihbschof Helmut Krätzl (1931-2023). | Foto: Kathpress/Paul Wuthe
Requiem für Weihbischof Helmut Krätzl im Wiener Stephansdom. | Foto: Kathpress/Paul Wuthe
R.I.P. Weihbischof Helmut Krätzl (1931-2023). | Foto: Kathpress/Paul Wuthe
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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