Weltkirche
Warum Religionsfreiheit für alle notwendig ist

Kardinal Pietro Parolin betonte im Gespräch über Religionsfreiheit die Gefahr „stiller Unterdrückung“ von Religion. | Foto: Kathpress/Wuthe
  • Kardinal Pietro Parolin betonte im Gespräch über Religionsfreiheit die Gefahr „stiller Unterdrückung“ von Religion.
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Vatikan. Kardinalstaatssekretär erinnert an Notwendigkeit der Religionsfreiheit für alle Menschen.

Der Einsatz für Religionsfreiheit ist ein Hauptanliegen des Heiligen Stuhls. Das hat Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin bekräftigt. Auch wenn Christen heute laut Studien die am meisten verfolgte Gruppe seien, gelte der Einsatz dabei nicht nur ihnen, sagte die Nummer Zwei des Vatikans am 26. Juni im Gespräch mit der katholischen Nachrichtenagentur Kathpress und österreichischen MedienvertreterInnen in Rom. Religionsfreiheit müsse grundsätzlich für alle Menschen gelten, die einen Glauben haben und diesen leben und ausdrücken wollen, hob Parolin hervor.

Als Beispiel für die gewaltsame Verfolgung und Unterdrückung der Christen nannte der Kardinalstaatssekretär Nigeria. Dort seien Christen unter anderem von der islamistischen Boko-Haram-Miliz in ihrem Leben bedroht werden.

Parolin machte aber auch auf eine zweite Seite der Bedrohung von Religionsfreiheit aufmerksam, die er als „stille Unter-drückung“ beschrieb. So gebe es im öffentlichen Diskurs immer weniger Felder, wo offen und frei christliche Gedanken und christliche Einschätzungen zu gesellschaftlichen Fragen abgegeben werden könnten. In manchen Kreisen würde Religionsfreiheit deutlich stärker so verstanden, dass man „Freiheit von Religion“ haben wolle, kritisierte der Kardinal.

Quelle: Kathpress

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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