Lutherischer Weltbund
Trennungsgeschichte Teil der Versöhnung

Kardinal Kurt Koch und LWB-Generalsekretärin Anne Burghardt verlesen das „Gemeinsame Wort“ am Ende der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Krakau. | Foto: LWF/Hillert
  • Kardinal Kurt Koch und LWB-Generalsekretärin Anne Burghardt verlesen das „Gemeinsame Wort“ am Ende der Vollversammlung des Lutherischen Weltbundes in Krakau.
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Krakau. „Gemeinsames Wort“ von Lutheranern und Katholiken.

Mit einem „Gemeinsamen Wort“ haben der Vatikan und der Lutherische Weltbund (LWB) kürzlich an die 1999 unterzeichnete „Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre“ erinnert. Das am Ende der LWB-Vollversammlung in Krakau von Kardinal Kurt Koch und LWB-Generalsekretärin Anne Burghardt gemeinsam verlesene Dokument enthält die Ankündigung von Lutheranern und Katholiken, ihr Engagement für die Einheit der Kirchen zu verstärken.

Man wisse aber auch um die „Trennungsgeschichte, die wir nicht ungeschehen machen können, die aber Teil unserer Versöhnungsgeschichte werden kann“. In dem von Koch verlesenen Teil erinnert der Text auch an die Exkommunikation Martin Luthers und die Bezeichnung des Papstes als „Antichrist“ in lutherischen Bekenntnisschriften. „Die Exkommunikation Martin Luthers stellt für manche bis heute einen Stein des Anstoßes dar“, heißt es. Sie behauptet einen Platz im konfessionellen Gedächtnis – „auch wenn die Exkommunikation mit dem Tod des Reformators längst ihre unmittelbare Wirkung verloren hat und Lutheraner für Katholiken weder Feinde noch Fremde, sondern Schwestern und Brüder sind“. So sei auch die Bezeichnung des Papstes als „Antichrist“ etwas, was der Lutherische Weltbund heute nicht mehr unterstützt, so das „Gemeinsame Wort“.

Keine Aussage trifft das Dokument dagegen zu einer der brennenden ökumenischen
Fragen: der Debatte um eine gemeinsame Eucharistie von Protestanten und Katholiken.

QUELLE: KATHPRESS

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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