Abschied
Pfarrer Franz Raggam: Wies war im Anfang

„Wies war im Anfang“, zitierte er gerne aus der Bibel und aus dem Gebet „Wie’s war im Anfang so auch jetzt und allezeit“. Für Geistl. Rat Franz Raggam stand Wies am Anfang und für die meiste Zeit seines priesterlichen Wirkens. 1935 in St. Margarethen bei Lebring geboren, wurde er nach seiner Priesterweihe 1958 zunächst Kaplan in Wies, dann in Fehring und Leutschach. 1971 kehrte er nach Wies als Pfarrer zurück und wirkte als solcher bis zum Ruhestand 2002. Am 17. März legte er, mittlerweile im Grazer Priesterheim wohnend, sein Leben in Gottes Hand zurück.

Schon in seiner Kaplanszeit in Wies prägte er viele Jugendliche, nicht zuletzt durch legendäre Jugendlager, Theaterspiele und Heimabende. Als Pfarrer legte er großen Wert auf eine würdig gefeierte Liturgie mit schöner Musik. Fachgerechte Restaurierung von Messgewändern, Fahnen und liturgischen Geräten waren ihm wichtig. Er beeindruckte mit Predigten, die Bezug zum täglichen Leben nahmen. Auf seine Initiative geht das Wieser Pfarrfest zurück.

Baulich wurde in der Pfarrkirche Wies 1977 der Altarraum neu gestaltet. 1981/82 folgte eine Außen- und 1990/91 eine Innenrenovierung. 1983 war eine Engelsgruppe vor dem Pfarrhof errichtet worden, 1991 gestaltete Toni Hafner eine Hauskapelle im Pfarrhof.
Das große Hobby von Pfarrer Raggam waren die Jagd und die Naturbeobachtung am Hochsitz. Seine Hubertusmessen an vielen Orten der Steiermark waren sehr beliebt.

Am Dienstag, 29. März, um 14 Uhr wird in Pfarrer Raggams Heimat St. Margarethen bei
Lebring das Begräbnis gefeiert.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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