Weltkirche
Papstaudienz

Über Klimaschutz und Impfstoffe sprachen Alexander Van der Bellen und Papst Franziskus bei deren zweitem Treffen im Vatikan. Der österreichische Bundespräsident war in Begleitung seiner Gattin Doris Schmidauer sowie von Europaministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) und Umweltministerin Leonore Gewessler (Grüne) in den Apostolischen Palast gekommen. Im Anschluss an die Audienz beim Papst traf er auch mit dem vatikanischen Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und dem päpstlichen Außenbeauftragten Erz-bischof Paul Gallagher zusammen. Bereits am Sonntagabend, 6. Juni, war für die Delegation aus Österreich in Rom eine Begegnung mit der unter anderem in der Flüchtlingshilfe engagierten katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio auf dem Programm gestanden.


Papst Franziskus wird in die Geschichte eingehen“


Bundespräsident Van der Bellen traf Papst Franziskus im Vatikan.

Österreichs Bundespräsident hat am 7. Juni Papst Franziskus getroffen. Bei dem Gespräch sei es unter anderem um Klimaschutz und die Pandemie gegangen, sagte Alexander Van der Bellen im Anschluss. Als Gastgeschenke überreichte er dem Papst ein Gemälde der niederösterreichischen Künstlerin Karin Mayer sowie eine symbolische Herde von 20 Ziegen der Caritas-Aktion „Schenken mit Sinn“ zugunsten bedürftiger Familien in Burundi (dazu auch Seite 9).
Hinsichtlich der Gesprächsinhalte teilte Van der Bellen mit, es werde im Vorfeld des nächsten Klimagipfels in Glasgow im Oktober ein Treffen religiöser Führer mit Wissenschaftlern im Vatikan geben. Ob der Papst im November persönlich nach Glasgow kommen werde, konnte der Bundespräsident nicht sagen. Bei der Vorbereitung des Gipfels werde sich der Vatikan aber sehr engagieren.
Mit Bezug auf die Pandemie sprachen Franziskus und Van der Bellen laut dessen Aussage über Möglichkeiten der Verteilung von Impfstoffen an ärmere Länder. Mit seinen beiden Enzykliken „Laudato si“ und „Fratelli tutti“ werde Franziskus in die Geschichte eingehen, sagte der Bundespräsident beeindruckt vom Treffen mit dem Papst.
Die Irak-Reise des Papstes nannte Van der Bellen „sensationell“. Wie andere ähnliche Initiativen sei sie für den interreligiösen Dialog und damit für den Weltfrieden ungemein wichtig, dem Vatikan mit seinen weltweiten Kontakten komme da eine bedeutende internationale Rolle zu. Sorge bereite dem Vatikan auch die Lage im Libanon, der de facto ohne Regierung sei, meinte der Bundespräsident.
Die Haltung des Papstes zu Fragen der Migration hält Van der Bellen „überhaupt nicht für weltfremd“. Franziskus sei „offenbar der Ansicht, auch kleinere Aktionen können helfen, gerade dann, wenn sie symbolisch sind“. Indem er nach seinem Besuch auf Lesbos im April 2016 einige Flüchtlinge mit nach Italien nahm, die dort von kirchlichen Gruppen betreut werden, habe er ein gutes Beispiel gegeben. Über kirchliche Themen sei nicht gesprochen worden. Persönlich sei Van der Bellen froh gewesen, den Papst engagiert und gesund angetroffen zu haben.

Kathpress

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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