Papst Franziskus
Neurosen mit Mate füttern

Papst Franziskus erzählt in einem Gespräch mit einem argentinischen Journalisten, wie er seine Angst-Neurose in den Griff bekam.
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Papst Franziskus will bis zu seinem Tod in Rom bleiben und erzählt von seiner Angst-Neurose.

Seinen eigenen Tod erwartet Papst Franziskus „als Papst entweder im Amt oder emeritiert. Und in Rom“, verriet er in einem etwa einstündigen Gespräch mit dem argentinischen Arzt und Journalisten Nestor Castro.

Franziskus sprach auch ausführlich über seine Angst-Neurose. „Wenn ich mit einer Situation konfrontiert werde oder mich einem Problem stellen muss, das mich ängstlich macht, halte ich an“, so der Pontifex. Dafür habe er verschiedene Methoden. Eine davon sei es, Musik von Bach zu hören. „Es beruhigt mich und hilft mir, Probleme besser zu analysieren.“

Entstanden sei seine Angst-Neurose vor allem in der Zeit der argentinischen Militärdiktatur. So habe er als Jesuiten-Provinzial öfter in seinem Auto Menschen versteckt an Militärposten vorbeischmuggeln müssen. „Neurosen müssen mit Mate (Anmerkung: Tee aus Blättern des Mate-Strauchs) gefüttert werden. Nicht nur das, man muss sie auch streicheln.“

Denn, so der Papst, Neurosen begleiten einen Menschen sein Leben lang. „Ich erinnere mich, dass ich einmal ein Buch las, das mich sehr interessierte und mich laut lachen ließ“: „Be Glad Your’re Neurotic“ von dem US-amerikanischen Psychiater Louis E. Bisch. Daraufhin habe er beschlossen, sich seiner eigenen Neurose zu widmen, und bearbeitete sie mit einer Psychiaterin.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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