Weltkirche
In Flammen
- Nach Kriegsangriff brannte das Kiewer Höhlenkloster. Das Feuer ist inzwischen gelöscht.
- Foto: OCU
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Ukraine. In Kiew beschädigten russische Angriffe das Höhlenkloster aus dem 11. Jahrhundert.
Es sei ein „weiteres russisches Verbrechen gegen die Menschlichkeit, gegen die Geschichte und gegen das Christentum“. Mit diesen Worten verurteilte Metropolit Epifanij am 15. Juni den russischen Angriff auf das Kiewer Höhlenkloster. „Das Dach einer der heiligsten Stätten der christlichen Welt – der Mariä-Entschlafens-Kathedrale – brennt“, schrieb das Oberhaupt der Orthodoxen Kirche der Ukraine (OKU). „Wir bitten um das Gebet, damit dieses Heiligtum vor der Zerstörung bewahrt wird.“
Im Zuge der massiven russischen Angriffe auf Kiew in der Nacht von 14. auf 15. Juni wurde auch das Kiewer Höhlenkloster getroffen. Auf dem Klostergelände brach ein Feuer aus, das laut ukrainischen Medienberichten durch einen direkten Treffer verursacht wurde. Nicht nur die Mariä-Entschlafens-Kathedrale, eine der Hauptkirchen des Klosters, wurde getroffen. Der Angriff richtete auch erhebliche Schäden an Wohnhäusern und weiteren Gebäuden des Klosterkomplexes an – auch ein Gebäude des Nationalen Kultur-, Kunst- und Museumskomplexes „Kunstarsenal“ geriet in Brand.
Das im Jahr 1051 gegründete Höhlenkloster war bislang verschont geblieben vor russischem Beschuss in diesem Ausmaß. Es ist ein bedeutendes Wahrzeichen der ukrainischen Hauptstadt und steht seit 1990 auf der UNESCO-Welterbe-Liste. Im unteren Teil des Klosters, das als Wiege des ostslawischen orthodoxen Christentums gilt, befinden sich mehrere Museen und ein im Mittelalter angelegtes Höhlensystem mit mumifizierten Überresten von Geistlichen. Ikonen und andere Heiligtümer des orthodoxen Christentums konnten bei dem Brand rasch gerettet werden.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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