Weltkirche
Hoffnung auf Frieden
- Die Altstadt von Taibeh – dem letzten christlich‑palästinensischen Dorf im besetzten Westjordanland.
- Foto: KNA
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Papst Leo XIV. fordert Zwei-Staaten-Lösung Palästinas und blickt hoffnungsvoll auf Mittelmeerspiele.
Papst Leo XIV. fordert ein Ende der „wiederholten Gewalttaten“ gegen die palästinensische Zivilbevölkerung im Westjordanland. Diese müssten aufhören, appellierte er nach seinem Mittagsgebet am 16. August in Castel Gandolfo. „Ich fordere die internationale Gemeinschaft dringend auf, dafür zu sorgen, dass die Zwei-Staaten-Lösung für einen gerechten und dauerhaften Frieden vorankommt“, sagte der Papst.
Dorf unter Druck. Einen Grund für die Reaktion des Papstes bot erst vor wenigen Tagen die israelische Armee, als sie Taibeh, das letzte christlich-palästinensische Dorf im besetzten Westjordanland, zum militärischen Sperrgebiet erklärt hat. Grund seien gewalttätige Angriffe israelischer Siedler, teilte die Armee mit und will die Maßnahme bis zum 1. Juli 2027 aufrechterhalten. Die Sperrzone umfasst ein Gebiet von etwa 14 Quadratkilometer einschließlich Teilen der benachbarten Dörfer Dayr Jarir und Ramun. Personen, die in dem betreffenden Areal nicht ansässig seien, dürften es weder betreten noch sich dort aufhalten, heißt es in der Anordnung. Ein Armeesprecher erklärte gegenüber Medien, das Verbot gelte nicht für Palästinenser. Auch JournalistInnen seien ausgenommen, solange deren Anwesenheit sie nicht in Lebensgefahr bringe oder Militäroperationen behindere.
Der Pfarrer von Taibeh, Baschar Fawa-dleh, wies am Montag, 17. August, gegenüber der Katholischen Nachrichten-Agentur (KNA) die Erklärung zurück, die Abriegelung des Dorfes erfolge zum Schutz vor israelischen Siedlern. Ein effektiver Schutz könne durch andere Mittel erfolgen. Zudem hielten sich trotz der Anordnung israelische Siedler mit Viehherden im Sperrgebiet auf. Tags zuvor gab es bei der Zufahrtsstraße in das etwa 30 Kilometer nördlich von Jerusalem gelegene Taibeh erhebliche israelische Armeepräsenz; für Fahrzeuge, die das Dorf verlassen wollten, kam es aufgrund der Sperren zu langen Staus. Gegenwärtig leben in Taibeh laut dem Priester Fawadleh knapp 1.200 Menschen. Angesichts der eskalierenden Gewalt wollen viele Bewohner das Dorf verlassen. Die Lage habe sich in den vergangenen Monaten drastisch verschärft.
Mittelmeerspiele. In seinen Grüßen nach dem Angelusgebet am 16. August ging Papst Leo auch auf die bevorstehenden Mittelmeerspiele im süditalienischen Tarent ein. „Ich wünsche mir, dass dieses Sportereignis ein Vorbote des Friedens und der Geschwisterlichkeit zwischen den Völkern dieser Region und der ganzen Welt sein möge“, sagte er. Am Sportereignis, das am 21. August beginnt, werden rund 4000 AthletInnen aus 26 Nationen teilnehmen. Auf Frieden dort wird weiterhin gehofft.
Quelle: Kathpress
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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