Abschied
Friedrich Neger war ein Pionier als Diakon
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Im 99. Lebensjahr starb am 6. Mai Diakon Friedrich Neger. Er wurde 1928 in St. Johann im Saggautal geboren, studierte in Graz Theologie und war beruflich bei einer Versicherung beschäftigt. 1975 wurde er als einer der ersten verheirateten Männer in unserer Diözese zum Ständigen Diakon geweiht.
Neger lebte im Stiftingtal im Osten von Graz, wo er mit seiner Frau Josefine eine Familie gegründet hatte und ehrenamtlich viel in der Pfarre St. Leonhard mitarbeitete. Selbst ein Häuslbauer, war er mit Rat und Tat bei Bauprojekten in der Nachbarschaft zur Stelle. Er war zuerst treuer Seelsorger in seiner Umgebung, doch bald wurde ihm auch die Krankenhausseelsorge ein großes Anliegen. So begann er mit regelmäßigen Krankenbesuchen im nahen LKH Graz. Vielen Menschen brachte er die Krankenkommunion. Seine Gattin war ihm eine große Hilfe bei seinem Dienst.
Ein schwerer Schlag war seine Erblindung, denn nach dem Tod seiner Frau lebte er in seinem Haus allein. Dank moderner Technik war er dennoch gut mit seiner Familie vernetzt. Mit nachbarschaftlicher Hilfe war er weiterhin im Krankenhaus unterwegs und hatte stets ein offenes Haus. Seine sanfte Freundlichkeit und großherzige Menschenliebe hatten ihre Kraftquelle in der Kapelle der Vorauer Schwestern, im Mitfeiern der Eucharistie und im Friedensgebet. Diakon Neger war für viele Menschen ein „Anker der Kirche“ im Stiftingtal. Er wurde am Friedhof St. Leonhard beerdigt.
Franz Wallner
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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