Bischof Johann Weber
Er bleibt in unseren Herzen

Die Ordensfrauen waren Bischof Weber stets ein Herzensanliegen. Er förderte auch ihren Einsatz in der Seelsorge und wusste um ihren unschätzbaren Wert für das Leben und die Zukunft unserer Kirche.
  • Die Ordensfrauen waren Bischof Weber stets ein Herzensanliegen. Er förderte auch ihren Einsatz in der Seelsorge und wusste um ihren unschätzbaren Wert für das Leben und die Zukunft unserer Kirche.
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Das geistliche Herz der Steiermark

Bischof Johann Weber hat in den Herzen der Steirerinnen und Steirer einen ganz besonderen Platz. Er war über Jahrzehnte das geistliche Herz einer aufblühenden Steiermark. Sein aufbrechender offener Geist, verpflichtet dem 2. Vatikanischen Konzil, prägte als „Bischof der kleinen Leut“ Generationen an Steirerinnen und Steirern. Ich habe ihm im April zu seinem Geburtstag gratuliert und war sehr berührt von seiner Antwort. Zu Christi Himmelfahrt konnte ich Bischof Johannes noch im Krankenhaus besuchen und mich von ihm verabschieden.
Seine Fähigkeit, auf die Menschen zuzugehen, und sein Gespür für die Leute werden unvergessen bleiben. Er war ein Bischof, der mit offenem Herzen auf die Menschen zuging, um mit ihnen gemeinsam den Weg des Glaubens zu gehen. Ein Steirer, den die Steiermark als Land von Offenheit und Herzlichkeit betrauert, weil Johann Weber uns mit seinem Geist in das Herz geschrieben hat.
Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer

Ganz nahe bei den Menschen und bei Gott

Mit dem Wahlspruch „Den Armen die Frohe Botschaft bringen“ hat Bischof Johann Weber von Anfang an das Handeln der Caritas zu einer wesentlichen Dimension seines seelsorgerischen Wirkens gemacht. Ganz nahe bei den Menschen und bei Gott, aufmerksam und interessiert für unsere Arbeit war er der Caritas bis zuletzt verbunden.
Persönlich war er mir Weggefährte – ein Wort, das er gerne gebrauchte –, der mich entscheidend geprägt und behutsam begleitet hat.
Herbert Beiglböck, Caritas-Direktor

Er hat schon früh Laien Vertrauen geschenkt

Bischof Weber hat in allem darauf geschaut, die Freude am Glauben zu wecken und zu stärken. Mit feinem Gespür hat er Anliegen und ihre wesentlichen Hintergründe jeweils spontan erkannt. Seine raschen und verlässlichen Antworten haben beeindruckt, wichtige Entscheidungen hat er mit intensiven Gesprächen vorbereitet.
Schon früh hat er Laien mit verantwortungsvollen Aufgaben betraut und ihnen Vertrauen entgegengebracht. Ebenso hat er an Freuden und an Leiden von Mitarbeitern stets persönlich Anteil genommen, wofür ihm herzlich zu danken ist.
Josef Heuberger, ehem. Bischofssekretär und Ordinariatskanzler

Das ökumenische Klima ist ihm zu verdanken

Bischof Johann Weber hat durch viele Initiativen die Ökumene in der Steiermark gefördert. Die Bitte Jesu im hohepriesterlichen Gebet, dass alle eins seien, wie er und der Vater eins sind, war auch für Bischof Weber Auftrag seines apostolischen Wirkens.
Das gute ökumenische Klima in der Steiermark, das nicht zuletzt entscheidend war, dass die zweite Europäische Ökumenische Versammlung 1997 in Graz stattgefunden hat, ist ihm zu verdanken. Kein großes Fest in der steirischen Kirche ist ohne ökumenischen Bezug und ökumenische Gastfreundschaft gefeiert worden. Wir wissen uns im gemeinsamen Glauben an den auferstandenen Herrn über den Tod hinaus mit ihm verbunden und erbitten für ihn die Vollendung seines Lebens in der Herrlichkeit des Himmels.
Christian Leibnitz und Bruno Gasper,
Vorsitzende des Ökumenischen Forums

Ein Brückenbauer und Wegbegleiter

Die steirischen Ordensfrauen trauern um Altbischof Johann Weber und sind im Gebet mit allen Christinnen und Christen unserer Diözese verbunden. Bischof Weber war auch Brückenbauer zu den Ordensgemeinschaften und innerhalb der Frauenordensgemeinschaften. Er war uns ein treuer Wegbegleiter und Förderer. Vielen Ordensfrauen hat er den Weg in den pastoralen Dienst eröffnet und sie ermutigt. Wir verdanken ihm sehr viel. Gott schenke ihm die ewige Heimat bei ihm.
Sr. Sonja Dolesch, Provinzoberin der
Grazer Schulschwestern


Er trug Veränderungen mit viel Geist mit

Bereits ein Jahr nach seiner Emeritierung als Bischof begann Johann Weber in der Grazer Pfarre St. Leonhard seelsorglich tätig zu sein. Seine Art, Gottesdienst zu feiern, seine Predigten, seine Gespräche am Kirchplatz und mit den Mitarbeiter(inne)n waren von einer Tiefe und großen Wertschätzung zu allen Menschen geprägt.
Johann Weber war nach 32 Jahren als Bischof mit Leib und Seele Pfarrer geblieben. So war er für Pfarrer Franz Fink und in der Folge auch für mich eine große Stütze in unseren vielfältigen Aufgaben in der Pfarre.
Er trug aber auch Veränderungen mit viel Geist mit, so etwa den Beginn des Pfarrverbandes St. Leonhard, Kroisbach und Ragnitz. Er feierte zur großen Freude der Bevölkerung bis zu seinem 92. Lebensjahr in allen drei Pfarren sonntags und feiertags Gottesdienste. Als die Rede von den Seelsorgeräumen kam, sagte er mir bei einem Besuch: „Ich glaub, dass Gott lächelt und uns zuruft: Jetzt ist es Zeit für etwas Neues. Traut’s euch was! Probiert’s was!“ Ich bin dankbar für dieses Glaubenszeugnis und für diese Ermutigung.
Pfarrer Hans Schrei

In väterlicher Freundschaft verbunden

Bischof Weber hat mir 1979 die Verantwortung als Generalsekretär für das „Fest der Brüderlichkeit“ – Steirischer Katholikentag 1981 anvertraut. Seither bin ich mit ihm in väterlicher Freundschaft und Achtung verbunden! Er hat mich 1982 zu einem Besuch in der Partnerdiözese Masan in Südkorea mitgenommen, wir waren gemeinsam bei Atom-Ruinen in Hiroshima/Japan. Ich habe den Bischof in Deutschenofen/Südtirol und in Serfaus, wo er mit seinem Bruder Alfred urlaubte, besucht. Beide waren zu Lebzeiten meiner Mutter zu Besuch in meinem Heimathaus in Obsteig in Tirol.
Als ich Mitte der 1980er Jahre in die Diözese Innsbruck wechseln wollte, hätte er mir letztendlich nichts in den Weg gelegt, vielmehr hat er mich sanft und behutsam in der Steiermark „behalten“! Unserem Akademischen Gymnasium war er treu verbunden und mit seinen Klassenkameraden des Öfteren zu Besuch.
Wie alljährlich habe ich noch am 23. 4. 2020 eine SMS-Antwort zu meiner Gratulation zum 93er von Bischof Weber bekommen.
Vergelt’s Gott für alles …
Josef Wilhelm, ehem. KA-Generalsekretär

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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