Caritas Aktuell
Ein Zuhause für viele Kinder

Rund 300  Waisenkinder werden vom Schwesternorden „Neues Leben für die Versöhnung“ in Burundi liebevoll großgezogen und begleitet.  | Foto: Caritas
  • Rund 300 Waisenkinder werden vom Schwesternorden „Neues Leben für die Versöhnung“ in Burundi liebevoll großgezogen und begleitet.
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In den Waisenhäusern von Schwester Godelive finden Waisenkinder Schutz, Geborgenheit und neue Perspektiven. Mit liebevoller Begleitung und Zugang zu Bildung erhalten sie die Chance, ihr Leben selbst in die Hand zu nehmen. Eine von ihnen ist Evelyne mit Sohn Hugo.

Hinter jedem Kind steht eine Geschichte – und die Hoffnung auf einen Neuanfang.
Burundi gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Jahrzehnte von Konflikten, Armut und Krankheiten haben dazu geführt, dass viele Kinder ihre Eltern verloren haben oder ohne ausreichende Fürsorge aufwachsen müssen. Noch heute leben hunderttausende Kinder in besonders schwierigen Verhältnissen.
Seit vielen Jahren setzt sich Sr. Godelive Miburo gemeinsam mit den Schwestern der Ordensgemeinschaft „Neues Leben für die Versöhnung“ für diese Kinder ein. Was während der schwierigen Jahre des Bürgerkriegs mit dem ersten Waisenhaus begann, ist heute ein Netzwerk von Einrichtungen, in denen Kinder Schutz, Geborgenheit, Bildung und Hoffnung finden. Rund 300 Kinder werden in drei Zentren betreut und begleitet. Für die Kinder wird ein neues Zuhause bei Adoptiveltern oder Pflegefamilien gesucht.Ziel ist es nicht nur, ihnen Nahrung und ein Dach über dem Kopf zu geben, sondern sie auf ein selbstbestimmtes Leben vorzubereiten. Zahlreiche ehemalige Schützlinge konnten seither eine Ausbildung abschließen, manche sogar ein Studium absolvieren.

Eine von ihnen ist Evelyne. Ihr Leben begann mit großen Herausforderungen. Sie verlor früh ihren Vater und wuchs in bescheidenen Verhältnissen auf. Als sie im Alter von nur 13 Jahren nach einer Vergewaltigung schwanger wurde, wandte sich ihre Familie von ihr ab. Zuerst fand sie bei Nachbarn Unterschlupf, die jedoch auch nicht genug hatten, um sie gut zu versorgen. Schließlich fanden Evelyne und ihr Baby Hugo Aufnahme im Kezakimana-Zentrum, wo neben dem Waisenhaus auch ein Ernährungszentrum untergebracht ist.
Dort begegnete sie Sr. Godelive und den Mitschwestern, die sie nicht auf ihre schwierige Vergangenheit reduzierten, sondern ihre Fähigkeiten und ihre Zukunft sahen. Evelyne konnte ihre Schulbildung fortsetzen, später sogar studieren. Hugo wuchs in einem geschützten Umfeld auf, wurde getauft und erhielt die Fürsorge, die jedes Kind verdient.
Mit großer Entschlossenheit kämpfte Evelyne für ein besseres Leben. Besonders wichtig war ihr, dass ihr Sohn offiziell registriert wurde, was in Burundi eigentlich nur durch den Vater möglich ist. Nach langen Bemühungen erhielt Hugo eine Geburtsurkunde – ein Dokument, das ihm den Zugang zu grundlegenden Rechten und zu Bildung sichert.
Heute arbeitet Evelyne als Buchhalterin. Hugo besucht die Schule. Was einst wie ein aussichtsloser Weg erschien, wurde durch Unterstützung, Bildung und die Begleitung der Schwestern zu einer Erfolgsgeschichte.
Wenn Evelyne über ihren Lebensweg spricht, denkt sie vor allem an jene Menschen, die ihr in der schwersten Zeit ihres Lebens zur Seite standen:

„Ich werde Mutter Godelive nie vergessen und mein
Leben lang im Herzen behalten.“

Evelynes Geschichte steht stellvertretend für viele junge Menschen in den Waisenhäusern Burundis. Sie zeigt, dass Hilfe weit über die Versorgung im Hier und Jetzt hinausgeht. Sie ermöglicht Kindern und Jugendlichen, Vertrauen zu gewinnen, ihre Talente zu entdecken und ihren eigenen Weg in eine bessere Zukunft zu finden.

Mit einer Patenschaft für Waisenkinderhelfen!

Stärkende Schuljause im Südsudan

Bei uns sind bereits Sommerferien, in Juba, der Hauptstadt des Südsudan, sind sie gerade zu Ende gegangen und das neue Schuljahr startet wieder.
Eigentlich sollte gerade Regenzeit sein, und die Felder müssten voller Gemüse und Getreide stehen. Leider gab es heuer jedoch so gut wie keinen Regen. Die Felder wurden vorbereitet, aber die Saat ging nicht auf und Jungpflanzen verkümmerten. Für viele Menschen gibt es daher oft nur eine Mahlzeit am Tag, die zudem nicht besonders nahrhaft oder abwechslungsreich ist. Damit die Kinder und Jugendlichen dennoch gut lernen können und nicht nach wenigen Schulstunden die Schule verlassen, um irgendwo nach etwas zum Essen zu suchen, bereitet unsere Partnerorganisation mit Ihrer Hilfe eine tägliche Jause für die über 1.000 Schüler*innen vor. Gestärkt können sie dem Unterricht umso besser folgen.

Caritas Steiermark

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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