Kirche Steiermark
Ein Platz für Sternenkinder
- Feier bei der Gedenkstätte für stillgeborene Kinder am Urnenfriedhof in Graz.
- Foto: Neuhold
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20 Jahre Sammelbestattung stillgeborener Kinder.
Seit 20 Jahren ist es Eltern möglich, ihr stillgeborenes Kind bei einer Sammelbestattung in Graz oder Judenburg zu beerdigen. Mit den Gedenkstätten haben sie Orte, an denen sie trauern, gedenken und ihrem Kind nahe sein können. Am 15. April fand im Zeremoniensaal des Urnenfriedhofs Graz sowie an der dortigen Gedenkstätte die Gedenkfeier „20 Jahre Sammelbestattung stillgeborener Kinder Graz und Judenburg“ statt. Die dreifache Sternenmama Julia Luschin sprach von der Bedeutung des Füreinander- und Miteinander-Daseins, des im Schmerz Gesehen-Werdens sowie davon, den Kindern ein „Platzl“ zu geben.
An der Gedenkstätte sprachen Pfarrer Herwig Hohenberger von der evangelischen Kirche und Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl Erinnerungs- und Segensworte.
Beate Reiß von der Plattform Wenn Lebensanfang und Lebensende zusammenfallen blickte zurück auf die vergangenen 20 Jahre, und die Hebamme Jana Fuchs trug Texte vor, die von der entsetzlichen Leere nach dem Verlust des geliebten Kindes sprachen – Gefühle, die auch im Lied „Sternenkind“ von Tsea mitschwangen: „Ich hätte Dich so unfassbar gern gehalten und gekannt.“
Saskia Löser
Was ist eine Sammelbestattung?
Eine Gesetzesnovelle legte 2002 fest, dass tot geborene Kinder ab der 13. Schwangerschaftswoche beigesetzt werden müssen. Eltern können wählen, ob ihr Kind in einer Einzel- oder einer Sammelbestattung (gemeinsam mit anderen in einer Urne) beigesetzt werden soll. Bei der Sammelbestattung werden die Kinder in der Pathologie des LKH Graz gesammelt. Der Sammelsarg wird quartalsweise von der Bestattung abgeholt, kremiert und die Urne im Rahmen einer Gedenkfeier beigesetzt.
◉ Mehr Infos: hospiz-stmk.at
- Foto: Gerd Neuhold/Sonntagsblatt für Steiermark
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Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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