Die Anker lichten

Sonnendurchflutet waren Schutzengelkirche und Kirchplatz beim Jubiläumsfest. Viele Menschen haben es in umsichtiger Vorbereitung und Nacharbeit ermöglicht – vom Willkommensdienst (samt Covid-Verpflichtungen) bis zur Fest-Agape.
  • Sonnendurchflutet waren Schutzengelkirche und Kirchplatz beim Jubiläumsfest. Viele Menschen haben es in umsichtiger Vorbereitung und Nacharbeit ermöglicht – vom Willkommensdienst (samt Covid-Verpflichtungen) bis zur Fest-Agape.
  • Foto: Olaf Hemsen
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Die Grazer Schutzengelpfarre feierte 25 Jahre Kirchweihe und 90 Jahre Pfarre. Ein Aufbruch.

Der Einladung zum Festgottesdienst in der Schutzengelkirche waren am
3. Oktober viele SchutzenglerInnen und Gäste gefolgt: in die Kirche geleitet von Kurt Zislers „Engeln um uns“, seinen im Eingangsbereich gegenüber dem Taufbrunnen ausgestellten Bildern aus Glas. „Dein Engel steht hinter dir. Still, hörst du ihn singen?“ Die Chorgemeinschaft Schutzengel mit SolistInnen und InstrumentalistInnen (Leitung: Erwin Löschberger) ließ die Schutzengelmesse von Paul Musyl selbst zur Botin werden, die Gebet und Gesang der Feiergemeinde bewegte und begleitete. Der Komponist war der Einladung zum Fest gefolgt, die Messe hatte er 1996 anlässlich der Kirchweihe geschaffen.

„Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt“: Pfarrer Johann Schreiner, damals Pfarrer in Graz-Hl. Schutzengel, verdeutlichte in der Festpredigt das Bild von der abenteuerlichen Reise als Pfarrgemeinde mit drei Symbolen: dem Anker – der gelichtet wird, damit das Schiff seiner eigentlichen Bestimmung nachkommen kann: aufs Meer hinaus zu fahren; dem Fernrohr – das ermöglicht, ins Weite hinaus zu schauen, über Pfarrgrenzen in den Seelsorgeraum, zur Partnerdiözese in Brasilien und darüber hinaus; dem Herz – weil unsere Gemeinschaft und unser Feiern stets verbunden sind mit dem Auftrag zur Sorge für andere.
Am Ende des Festgottesdienstes wurde einigen Pfarrangehörigen Dank für ihr langjährges pfarrliches Engagement ausgesprochen sowie allen am Kirchenneubau Beteiligten.

Jubiläumswoche. Bereits am 24. September waren viele Interessierte zum Begegnungsabend gekommen, um aus erster Hand über den Kirchenbau zu hören. Architekt Werner Hollomey, Künstlerin Edith Temmel, Künstler Manfred Gollowitsch, der frühere Generalvikar Leopold Städtler und Gerhard Berger vom Bauausschuss konnten viel erzählen und Einzelheiten erklären. Die einhellige Meinung: Der Bau hat sich so, wie er ist, bewährt.
Großes Interesse hatte auch die Präsentation von Pastoralreferentin Elfriede Demmls Buch „Freiheitsduft mit Hand und Fuß“ am 28. September gefunden – verbunden mit der Eröffnung von Kurt Zislers Ausstellung „Engel um uns“ im Kirchenfoyer (bis 9. Oktober).
Dem Gespräch mit Nachbarn aus dem Bezirk Eggenberg, Erwartungen an die Pfarre und einem gemeinsamen Zukunfts-Blick war der Begegnungsabend am 1. Oktober gewidmet. DiskussionspartnerInnen waren Carmen Brugger (Haus FranzisCa), Martin Krammer (Verein „Eggenberger Viefalt“), Martin J. Gössl (FH Joanneum) und Pfarrer Friedrich Eckhardt (evangelische Christuskirche). Ein Gedanke: Wenn gewisse Gruppen, etwa junge Erwachsene, in der Pfarre „fehlen“, finden sie hier wohl (noch) nicht ein für sie passendes Angebot.
Keineswegs fehlte junges Leben am 2. Oktober in der Schutzengelkirche bei der Segensandacht der Sternwallfahrt: Jungschar- und Kindergartenkinder, Minis, Große und Kleine mit Fahrrad oder zu Fuß machten sich von den Grenzen des Seelsorgeraums auf nach Schutzengel. Auch ein „Blick in die Zukunft“, verbunden mit der Bitte um Segen und Schutz.

„Wir liegen nicht vor Anker“, sagte Pfarrer Wolfgang Schwarz beim Festgottesdienst: Nach dem Schutzengelgebet wurde die Gottesdienstgemeinde mit dem Segen gesendet. Für die erste leibliche Stärkung hatten viele „Schutzengel“ die Fest-Agape coronatauglich vorbereitet. Man blieb sehr gern zusammen.

Elisabeth Fritzl / Elisabeth Wimmer

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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