Kirche Steiermark
Besser leben mit Vergebung
- In der Pfarre Graz-Süd lasen Bischof Wilhelm Krautwaschl (2. v. r.) und ORF-Redakteur Erich Fuchs (r.) aus ihrem gemeinsamen Buch.
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Unterhaltsame Lesung mit Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl.
„Man lebt besser, wenn man Belastendes abstreift und nichts Beschwerendes mitnimmt in die Zukunft.“ Mit diesen Worten eröffneten Diözesanbischof Wilhelm Krautwaschl und ORF-Redakteur Erich Fuchs einen weiteren „Leseabend“ zum Buch „Die Macht des Vergebens“, das die beiden 2025 veröffentlicht haben. In der Pfarre Graz-Süd fand dazu ein nachdenklicher, berührender und auch humorvoller Abend statt.
Für lustige Momente sorgte der Bischof, als er über ein Erlebnis mit Schulkindern erzählte. In einer Schule habe er verraten, dass er im Turnen eher unbegabt gewesen sei. Darauf habe ein Bub gemeint: „Jeder hat halt seine Stärken.“ Diese kleine Weisheit enthalte viel Wahres. „Wir müssen nicht alles können und wir müssen uns auch nicht durch extremes Tun beweisen. Gott liebt uns, wie wir sind. Zum Sein gehören auch Fehler, da darf auch mal etwas schiefgegen“, so der Bischof. Wichtig sei, dass man mit sich selbst ins Reine komme und nichts Belastendes zwischen sich und anderen stehen lasse. Ehepaaren empfiehlt er, nie unversöhnt schlafen zu gehen.
Auch eine der schwierigsten Fragen wurde angesprochen: Kann man einem Amokläufer vergeben? „Verlangen kann man es nicht“, meint der Bischof, „aber man kann auch für diese beten, denn gerade sie brauchen das Gebet; ebenso wie deren Angehörige“. Und: Für alles gebe es einen Sinn, ist der Diözesanbischof überzeugt, selbst wenn man ihn nicht gleich erkennen könne.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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