Requiem
Aufrechter Gang selbst in vielen Stürmen

Das Requiem von Erich Leitenberger wurde im Stephansdom gefeiert.
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  • Foto: Erzdiözese Wien / Stephan Schoenlaub
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Erich Leitenberger mit Requiem im Stephansdom verabschiedet und in Salzburg beerdigt.

Als „Mann des Wortes“ hat Kardinal Christoph Schönborn den katholischen Publizisten Erich Leitenberger gewürdigt. Dem am 18. Jänner im 77. Lebensjahr verstorbenen langjährigen Kathpress-Chefredakteur und Sprecher der Erzdiözese Wien sowie ökumenisch Engagierten sei das schwierige Kunststück gelungen, die Kirche zu vertreten und gleichzeitig über sie objektiv zu berichten, sagte der Erzbischof am 3. Februar im Wiener Stephansdom bei der Trauerfeier. 50 Vertreter aus der katholischen Kirche, der Ökumene, von Berufskollegen und Familienangehörigen waren zu dem Requiem unter strengen Corona-Maßnahmen zugelassen, über 250 verfolgten es via Livestream mit.

Leitenberger habe keine Hofberichterstattung betrieben, sondern sei in seiner journalistischen Tätigkeit „unbestechlich und unaufgeregt“ gewesen und habe größten Wert auf Sachlichkeit und Wahrhaftigkeit gelegt, betonte Schönborn. Diese Schwerpunktsetzung habe ihm einen „aufrechten Gang“ verliehen und ihn dazu befähigt, selbst in den „vielen Stürmen, die die Kirche in den Jahren seines Wirkens durchlaufen hat“, loyal zu ihr zu bleiben. Dass Leitenberger in kritischen Situationen auf die Sachlichkeit rekurriert habe, habe er selbst, so der Kardinal, als „großes Geschenk“ erlebt.

Im kleinsten Familienkreis wurde Prof. Erich Leitenberger am 5. Februar im Salzburger Kommunalfriedhof begraben. Dem Begräbnisgottesdienst stand Domdekan Rudolf Prokschi, Vorsitzender des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich und Vizepräsident der Stiftung Pro Oriente, gemeinsam mit dem Salzburger Prälaten Hans Walter Vavrovsky vor.

Prokschi erinnerte an die Verbundenheit Leitenbergers mit den Ostkirchen und dass der Verstorbene oft die orthodoxen österlichen Auferstehungsliturgien mitgefeiert hatte. Der orthodoxe Ostergruß „Christus ist auferstanden. Er ist wahrhaft auferstanden!“ gelte nun auch am Sarg Erich Leitenbergers, „im Vertrauen darauf, dass der Tod nicht das letzte Wort hat“.

KATHPRESS

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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