Caritas Aktuell
Auffangen, bevor es zu spät ist

Ein sicherer Teppich unter kleinen Füßen – die Delogierung konnte verhindert werden. „Oft muss es wirklich sehr schnell gehen, denn wer zu uns kommt, ist in einer akuten Notlage“, berichtet Thomas Seybold aus der Wohnungssicherung.  Julia Catch, Caritas  | Foto: Julia Catch, Caritas
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  • Ein sicherer Teppich unter kleinen Füßen – die Delogierung konnte verhindert werden. „Oft muss es wirklich sehr schnell gehen, denn wer zu uns kommt, ist in einer akuten Notlage“, berichtet Thomas Seybold aus der Wohnungssicherung. Julia Catch, Caritas
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Seit 20 Jahren hilft die Wohnungssicherung der Caritas Menschen bei drohendem Wohnungsverlust.

Felix, Jenny und Nicola konnten bleiben. Mussten nicht Knall auf Fall ihr Zuhause verlassen, das gewohnte Bett, den Blick aus dem Fenster, den Platz für den Spieleteppich in der Ecke, wo die Jüngste gerade Krabbelversuche macht: Ihre Mutter, Nadja S., fand Hilfe bei der Wohnungssicherung, die drohende Delogierung konnte abgewendet werden. So oder ähnlich gestalten sich viele Situationen, mit denen Thomas Seybold und sein Team konfrontiert sind. Seybold leitet die Wohnungssicherung der Caritas, ein Dutzend MitarbeiterInnen steiermarkweit beraten hier Menschen, die vom Verlust der Wohnung bedroht sind. Im Vorjahr waren das über 4.600 Haushalte.

Für Menschen da
Mietrückstände, drohende Delogierung oder Wohnungsverlust sind die Themen, die die KlientInnen in die Beratungsstelle am Eggenberger Gürtel treiben, die seit 2005 aktiv ist. „Oft muss es wirklich sehr schnell gehen“, ist Seybolds Erfahrung, „denn wer zu uns kommt, ist in einer akuten Notlage, es herrscht Unsicherheit und Zukunftsangst.“

Neuanfang ermöglichen
Gemeinsam mit den KlientInnen entwickeln die BeraterInnen Lösungen, um die Wohnsituation nachhaltig abzusichern
– auch Spendengelder sind dabei unverzichtbar. Das Team führt Gespräche mit Vermietern, sieht sich die finanzielle Situation der Familien an und ebenso den Umgang mit Geld. Es prüft, ob die aktuelle Wohnung tatsächlich finanzierbar ist, hilft bei der Suche nach einer besser geeigneten Unterkunft. MitarbeiterInnen schauen sich an, ob Ansprüche bestehen, die nicht realisiert wurden, und stellen den Kontakt zu weiteren Anlaufstellen her, etwa Kinder- und Jugendhilfe; und schließlich wird gemeinsam ein Plan erstellt, um Einnahmen und Ausgaben in ein ausgeglichenes Verhältnis zu bringen.

72 Fußballfelder voller Chancen
Mit diesem Ansatz hat das Team der Wohnungssicherung eine beeindruckende Bilanz erarbeitet: Durch rechtzeitige Hilfe konnten 7160 Kinder in ihrem Zuhause bleiben. Das entspricht 265 Schulklassen, die nicht entwurzelt, nicht traumatisiert, nicht obdachlos wurden. 31.146 Haushalten und Familien in Notlagen konnte geholfen werden, ihre Situationen zu ordnen, Perspektiven zu entwickeln und konkrete Schritte zu setzen. So konnte über 518.128 m2 Wohnraum gesichert werden– umgerechnet 72 Fußballfelder voller Chancen: für Stabilität, Teilhabe und einen neuen Anfang.

Im Ausnahmezustand auffangen
So wie Wohnungsverlust nicht isoliert entsteht, hat er auch weitere Auswirkungen: „Die ganze Familie ist betroffen, es hat Folgen für die Gesundheit, für das soziale Leben, für das Berufsleben“. In dieser komplexen Situation hilft die Beratung, auch den emotionalen Ausnahmezustand abzumildern: „Wir können in jedem Fall den Stress mindern“, hält Seybold fest. „Das hilft dabei, dass die Familien wieder Klarheit gewinnen und Pläne entwickeln können. Am besten ist es, wenn wir uns voneinander verabschieden in dem Gefühl: In der Beratung sehen wir uns nicht mehr wieder.“

Irmgard Rieger


Wer Menschen am Rand eine Stimme gibt, stärkt die ganze Gesellschaft. Armut zu bekämpfen, ist eine Frage der Gerechtigkeit.

Nora Tödtling-Musenbichler
Direktorin der Caritas Steiermark
Präsidentin der Caritas Österreich

Jetzt spenden – für Menschen in Not in der Steiermark
Ob Wohnungslosigkeit, Hunger oder akute Krisen: Die Caritas hilft dort, wo Hilfe gebraucht wird. Ihre Spende schenkt Sicherheit, Wärme und neue Perspektiven – direkt vor Ort.

Danke für Ihre Unterstützung:
Caritas Diözese Graz-Seckau
AT08 2081 5000 0169 1187
Hilfe in der Steiermark

Armut in der Steiermark

Foto: Caritas

Die Caritas hilft – schnell, konkret und nachhaltig.

Armut hat viele Gesichter, und sie betrifft mehr Menschen, als wir glauben – auch in der direkten Nachbarschaft. In der Steiermark gelten rund 164.000 Menschen als armutsgefährdet.

Die Caritas Steiermark: Hilfe, die ankommt
Die Caritas Steiermark ist mit 2.600 MitarbeiterInnen und rund 2.100 Ehrenamtlichen dort, wo die Not am größten ist – und wo Hilfe sofort gebraucht wird. Wenn die Miete nicht mehr bezahlt werden kann, wenn der Kühlschrank leer bleibt, wenn die Angst wächst, alles zu verlieren, zählt jede helfende Hand. Gerade im Winter wird Hilfe zur Überlebensfrage. Mit dem Kältetelefon und Winternotschlafstellen sorgt die Caritas zusätzlich dafür, dass niemand in der Kälte bleiben muss.

Die Wohnungssicherung greift ein, wenn Menschen vor der Delogierung stehen. Die Caritas vermittelt, verhandelt mit VermieterInnen, aktiviert familiäre Netzwerke und hilft mit Spendengeldern, wenn es schnell gehen muss. So wie bei Nadja S., die mit ihren drei Kindern nicht von heute auf morgen ihr Zuhause verlassen musste.

In der Existenzsicherung kommen Menschen an, die nicht mehr weiterwissen. Die Caritas hört zu, sortiert mit ihnen die nächsten Schritte und hilft, wieder Boden unter den Füßen zu gewinnen.

Lebensmittelpakete, Kleidung, Hygieneartikel – oft sind es ganz einfache Dinge, die fehlen. Die Caritas versorgt Familien, Alleinstehende und ältere Menschen mit dem Nötigsten – Woche für Woche, verlässlich und mit viel Herz.

Für Frauen mit Kindern, Jugendliche und Menschen ohne Obdach gibt es Wohnangebote und Notschlafstellen. Hier finden sie nicht nur ein Bett, sondern auch Begleitung, Beratung und neue Perspektiven.

All das ist nur möglich, weil Menschen spenden. Ihre Unterstützung macht den Unterschied – sie hilft, dass Familien nicht auseinanderbrechen, dass Kinder in Sicherheit leben können und dass Menschen wieder Hoffnung schöpfen.

Helfen Sie mit – weil jeder Mensch zählt.

Not hört nicht auf – Hilfe darf es auch nicht.
Mit einer regelmäßigen Spende helfen Sie der Caritas, Menschen in der Steiermark dauerhaft zu begleiten – nicht nur im akuten Moment, sondern auch auf dem Weg zurück in ein sicheres Leben.
Werden Sie Patin oder Pate – Ihre Hilfe wirkt nachhaltig.

Ein sicherer Teppich unter kleinen Füßen – die Delogierung konnte verhindert werden. „Oft muss es wirklich sehr schnell gehen, denn wer zu uns kommt, ist in einer akuten Notlage“, berichtet Thomas Seybold aus der Wohnungssicherung.  Julia Catch, Caritas  | Foto: Julia Catch, Caritas
Thomas Seybold
Nora Tödtling-Musenbichler
Direktorin der Caritas Steiermark, Präsidentin der Caritas Österreich
Foto: Caritas
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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