Auf der Straße daheim

Der Salesianer Pater Linus Valentine Onyenagubor kümmert sich in Nigerias Millionenstadt Lagos um Straßenkinder.
Unterstützen können Sie ihn mit Ihrer Spende. | Foto: SDB
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Zum Tag der Straßenkinder stellt Jugend Eine Welt den Salesianer-Pater Linus und seine Arbeit in Nigeria vor.

Der 31. Jänner ist der „Tag der Straßenkinder“. Es ist der Gedenktag des Jugendheiligen Don Bosco, der wie kein anderer dazu beigetragen hat, dass Straßenkinder mehr Hilfe und Aufmerksamkeit bekommen. Weltweit wird die Zahl der Kinder, die den meisten Teil ihres Lebens auf der Straße verbringen, auf 150 Millionen geschätzt. Eine unglaubliche Zahl, dennoch ist ihr schweres Schicksal weitgehend unbekannt und wird in vielen Ländern als selbstverständlich hingenommen. Jugend Eine Welt stellt heuer Pater Linus Valentine Onyenagubor, einen Streetworker und Priester vor, der sich in Nigeria jeden Tag – trotz großer Gefahr für das eigene Leben – für Straßenkinder einsetzt.

Nigeria ist mit rund 218 Millionen EinwohnerInnen das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Allein in der Megacity Lagos leben gut 15 Millionen Menschen, darunter auch 100.000 Straßenkinder. Schätzungen zufolge können landesweit etwa 13 Millionen Kinder keine Schule besuchen. Pater Linus, Salesianer Don Boscos, ist in den Straßen von Lagos unterwegs und kümmert sich um die Kinder und Jugendlichen. Er spricht sie an, versucht ihnen Freund und Unterstützer zu sein. Ihnen Hoffnung zu geben und zu verhindern, dass sie in die Kriminalität abrutschen, ist seine Mission.

Pater Linus setzt sich, wie einst Don Bosco, für diese Kinder ein, gibt ihnen Zuversicht, versorgt sie nach Kräften mit Nahrung und ermöglicht Ausbildungen. Er lädt sie in das Straßenkinder-Schutzzentrum ein, damit sie ein paar Stunden unbeschwert verbringen können.

Pater Linus ist als Leiter des Kinderschutzzentrums der Salesianer Don Boscos vor Ort und unterstützt die Kinder und Jugendlichen mit den geringen Mitteln, die zur Verfügung stehen. Einmal pro Woche können Jugendliche dort duschen, sie bekommen ein gesundes, warmes Essen, werden medizinisch versorgt, und es wird für ein paar Stunden ein Raum für Gespräche und Spiele geboten. Dann müssen die meisten wieder zurück auf die Straße, wo Misshandlungen, Schläge, Hunger, Krankheiten und Drogen allgegen-
wärtig sind.

Wohnen können derzeit nur etwa 15 Kinder dauerhaft im Kinderschutzzentrum. Ein zusätzliches und wesentlich größeres Gebäude ist dringend notwendig. Dank der Unterstützung von Jugend Eine Welt konnte mit Spenden ein Grundstück angekauft und bereits mit dem Rohbau begonnen werden. Noch ist viel zu tun, aber nach der Fertigstellung werden dort über 100 Kinder regelmäßig geschützt untergebracht und mit Bildung sowie Ausbildung auf ein selbstständiges und gutes Leben vorbereitet werden.

Nähere Infos: jugendeinewelt.at

Onlinespenden unter www.jugendeinewelt.at/spenden
Spendenkonto Jugend Eine Welt: AT66 3600 0000 0002 4000

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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