Abschiednehmen von meinem Sternenkind
Hilfsfonds für individuelle Verabschiedung ins Leben gerufen.
Stirbt ein Kind zur Welt, so stellt sich die Frage, welche Form der Verabschiedung die Eltern wählen möchten. Manche Betroffene sehen in der Sammelbestattung ein symbolisches Zeichen, dass ihr Kind nicht alleine ist. Andere möchten ihr Kind im Rahmen ihrer ganz persönlichen Gefühlswelt verabschieden und vielleicht auch die Urne für eine Zeit mit nach Hause nehmen. Einige fühlen sich aus Kostengründen zur Sammelbestattung gezwungen.
„Bedauerlicherweise machen wir bei unseren Sternenkindfotografie-Einsätzen immer wieder die Erfahrung“, so Vera Juriatti, Obfrau des Vereins Mein Sternenkind, „dass Betroffene in vielen Krankenhäusern nicht aufgeklärt werden, dass beide Varianten der Verabschiedung möglich sind. Mehr noch: Immer wieder hören wir von Betroffenen, dass auf ihre Frage, wie es nun weitergehe, mit der Antwort ‚Das Kind kommt in die Sammelbestattung‘ kein Spielraum für ein vertiefendes Beratungsgespräch gegeben wird. Hier gibt es in Kliniken offenkundig massiven Nachschulungsbedarf.“
Damit der finanzielle Aspekt keine Rolle mehr spielt, hat der Verein dank großzügiger Spenden einen Fonds ins Leben rufen können, aus dem heraus Betroffenen, die ihr Kind allein aus Kostengründen in eine Sammelbestattung geben müssten, geholfen werden kann. Auf der Website des Vereins (siehe Infobox) finden Betroffene außerdem eine Übersicht von Bestattern in ganz Österreich, die Sondertarife bei Sternenkind-Bestattungen gewähren.
Verein Mein Sternenkind
Betroffene können sich ab sofort beim Verein Mein Sternenkind melden, um nach kurzer Prüfung der Finanzlage die Kremations- sowie Bestattungskosten bis zu hundert Prozent finanziert zu bekommen. Alle österreichischen Bestatter mit Sondertarifen für Sternenkind-Bestattungen finden Sie auf www.mein-sternenkind.net
Kontakt: vera@juriatti.net • 0664/9170 018
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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