Medien
80 Jahre Aufbrechen

Am Anfang war der Print, seit einigen Jahren ist Österreichs katholische Wochenzeitung Die Furche auch online zu lesen. Der „Furche-Navigator“ verknüpft außerdem Themen über die Jahre hinweg miteinander.  | Foto:  furche.at
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  • Am Anfang war der Print, seit einigen Jahren ist Österreichs katholische Wochenzeitung Die Furche auch online zu lesen. Der „Furche-Navigator“ verknüpft außerdem Themen über die Jahre hinweg miteinander.
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Die Furche erschien erstmals am 1. Dezember 1945. Zu ihren Inhalten gehört neben dem Weltgeschehen auch das Religiös-Sein.

Sie wirkt adrett und fortschrittlich, aber nicht krampfhaft jugendlich. Das, was sie zu vermelden hat, ist akribisch recherchiert und wird durch ansprechendes Bild- und Fotomaterial „behübscht“. So kennen Tausende in Österreich Die Furche.

Geburtsstunde. Wien, im Winter 1945: Der Krieg ist aus, Österreich steht unter fremdländischer Besatzung. Der gebürtige Grazer Friedrich Funder (1872–1959) blickt auf eine langjährige Herausgeberschaft der christlich-sozialen Wiener Tageszeitung Reichspost (1894–1938) zurück und gründet 1945 mit der Furche eine „Kulturpolitische Wochenschrift“. In einer Programmschrift vom September 1945 erläutert er Namensgebung und Ausrichtung seiner Zeitung. „Eine Furche will sie sein, die zerstampften Ackerboden einer fruchtverheißenden Saat aufzuschließen hat“, ist der Programmschrift zu entnehmen. Die erste Ausgabe erschien am 1. Dezember 1945.

Digital verknüpft. Seitdem ist viel passiert. Heute, neun Chefredakteure und eine Chefredakteurin später, blickt Die Furche auf abertausende Reportagen, Kommentare, Porträts und andere Textformen gesellschaftlichen, politischen, kulturellen und vor allem religiösen Inhalts zurück. Auch, wenn die Wochenzeitung jeden Donnerstag großformatig in Papier erscheint: Seit Jahren schon wird zusehends – und ansprechend – „digitalisiert“. Laut Medienanalyse bietet Die Furche ihren AbonnentInnen bereits Ende 2022 anhand von 175.000 seit 1945 publizierten Beiträgen, einen „digitalen Reiseführer durch die Zeit“. Der „Furche-Navigator“ verknüpft dabei „die vielfach von prominenten Intellektuellen verfassten Artikel inhaltlich und macht Zusammenhänge sichtbar“, erklärt Doris Helmberger-Fleckl, die seit 2019 Chefredakteurin ist, auf katholisch.at.
„Wir haben als Wochenmedium immer über das tagesaktuelle Klein-Klein hinaus nachgedacht“, sagt sie im Presse-Interview vom 28. November 2025. In schnelllebiger und oberflächlicher werdenden Zeiten sei das wichtig. 80 Jahre nach Zeitungsgründer Friedrich Funder meint die erste Frau an der Spitze der Redaktion: „Der Name ‚Furche‘ deutet an, dass wir verhärteten Boden aufbrechen und fruchtbar machen. Darum braucht es uns“ – auch heute noch.

AMS

Eine Furche ziehen …
„Eine Periode der Kulturzertrümmerung und der Abwertung aller gültigen Werte (…) ist über (…) uns hinweggezogen. (…) An dieser Zeitenwende fällt allen verantwortungsbewußten Menschen ein Arbeitsanteil zu. So (…) sieht unsere Wochenschrift ihre Aufgaben: Zeitaufgeschlossen, auf das aktuelle Geschehen gerichtet, parteimäßig nicht gebunden, eine gesunde Demokratie bejahend, durch katholische Grundsätze bestimmt, will sie durch den zu bestellenden Grund ihre Furche ziehen.“ (Funder, 1945)

Am Anfang war der Print, seit einigen Jahren ist Österreichs katholische Wochenzeitung Die Furche auch online zu lesen. Der „Furche-Navigator“ verknüpft außerdem Themen über die Jahre hinweg miteinander.  | Foto:  furche.at
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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