500. Geburtstag des hl. Petrus Canisius
500 Herzfeuer zum Festjahr

Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hat am 25. April beim Festgottesdienst anlässlich des nahenden 500. Geburtstags des Innsbrucker Diözesanpatrons Petrus Canisius (8. Mai) zu einem „Wiederaufbau-Programm als Aufarbeitung der Pandemie-Folgen“ aufgerufen. Im Bereich von Arbeit, Wirtschaft, sozialem Zusammenhalt und bei der psychischen Gesundheit seien „Menschen mit einem Hirten-Instinkt“ vonnöten, die „das Ganze im Blick haben und ermutigen, über den Tellerrand der eigenen Wohlstands-Bedürfnisse und nationalen Interessen hinauszuschauen“, sagte der Bischof in der Innsbrucker Domkirche.
  • Der Innsbrucker Bischof Hermann Glettler hat am 25. April beim Festgottesdienst anlässlich des nahenden 500. Geburtstags des Innsbrucker Diözesanpatrons Petrus Canisius (8. Mai) zu einem „Wiederaufbau-Programm als Aufarbeitung der Pandemie-Folgen“ aufgerufen. Im Bereich von Arbeit, Wirtschaft, sozialem Zusammenhalt und bei der psychischen Gesundheit seien „Menschen mit einem Hirten-Instinkt“ vonnöten, die „das Ganze im Blick haben und ermutigen, über den Tellerrand der eigenen Wohlstands-Bedürfnisse und nationalen Interessen hinauszuschauen“, sagte der Bischof in der Innsbrucker Domkirche.
  • Foto: Diözese Innsbruck
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Sammeln, Zuhören, Anpacken. Bischof Glettler für Haltungen, die in Corona-Zeiten wichtig sind.

Allen Christen sei ein „Hirtendienst“ aufgetragen, auf den es besonders in Zeiten kollektiver Nervosität und geringer Frustrationstoleranz nicht zu vergessen gelte, mahnte Bischof Hermann Glettler bei einem Festgottesdienst vor dem 500. Geburtstag des hl. Petrus Canisius im Innsbrucker Dom. „Sammeln, nicht spalten! Meinungsverschiedenheiten aushalten, zuhören! Selbst anpacken, nicht nur Skandale kommentieren!“, appellierte der Bischof. „Vollblut-Hirten, die proaktiv tätig sind“ und „nicht davonlaufen, wenn’s darauf ankommt“, gebe es in der Corona-Pandemie viele: „Jene, die trotz allem politische Verantwortung übernehmen; Eltern, die trotz Vielfachbelastung nicht alles hinschmeißen; Pflegende, die in kritischen Phasen nicht davonlaufen“, nannte Glettler als Beispiele.
Er selbst habe als Student am elterlichen Bauernhof als „Freizeit-Hirte“ gearbeitet und ein neugeborenes Kalb, das eine Böschung hinuntergerutscht sei, auf den Schultern heimgetragen. Ähnlich kenne Gott den Menschen persönlich und nehme ihn auf seine Schultern, „wenn wir nicht zu stolz sind“, so Glettler am „Gute-Hirten-Sonntag“, 25. April. Jesus sei der „Gute Hirte par excellence“, an dem die Kirche Maß nehmen müsse für ihre Erneuerung. Dabei dürfe niemand fallen gelassen werden, und es brauche einen speziellen Blick für die Verletzlichsten.
Als Vorbild und Hilfe im Hirtendienst bezeichnete der Bischof auch den vor 500 Jahren geborenen Innsbrucker Diözesanpatron: Trotz seiner „beschädigten Biografie“ – verächtliche Polemik im Konfessionsstreit, Übertreibungen und fehlende Abgrenzung zum Hexenwahn seiner Zeit – vermittle Petrus Canisius „Herz-Feuer, um keiner Verzagtheit, inneren Lähmung oder Frustration das letzte Wort zu geben“. Die Kirche brauche den Heiligen und Kirchenlehrer auch heute als „Influencer und Coach für neue Berufungen“.
Die Symbole des Petrus-Canisius-Jahres 2021 – Herz, Hand, Schuh und Buch – standen zu Beginn des Gottesdienstes im Zentrum, darunter auch die von einem Haller Schuhmacher nachgebauten Schuhe des Heiligen. Diese „touren“ im Petrus-Canisius-Jahr 2021 durch die Pfarren der Tiroler Diözese. Sie sind, wie der Festgottesdienst, eines von „500 Herzfeuern des Glaubens und der Nächstenliebe“, die im Jubiläumsjahr zum 500. Geburtstag des Diözesanpatrons entzündet werden sollen.
Mit Glettler zelebrierten unter anderen Jesuiten-Provinzial Bernhard Bürgler, Bischofsvikar Jakob Bürgler, Propst Florian Huber und Abt Raimund Schreier.

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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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