Glaube
Nicht Böses mit Bösem vergelten
- Erzbischof Paul Coakley, Vorsitzender der US-amerikanischen Bischofskonferenz, verurteilt öffentliche Hinrichtungen.
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US-Bischöfe entsetzt über Live-Hinrichtung
Die katholischen Bischöfe der USA haben entsetzt auf die Ankündigung einer live übertragenen Hinrichtung durch das US-Militär reagiert. Zur geplanten Erschießung eines islamistischen Attentäters erklärte Erzbischof Paul S. Coakley: „Schockiert und mit großer Traurigkeit habe ich von der Entscheidung des Kriegsministeriums erfahren, die Hinrichtung von Nidal Hasan öffentlich live zu übertragen.“
Hasans Taten könnten zwar keinesfalls gebilligt werden, so Coakley. „Aber diese Entscheidung ist die barbarische Förderung einer Kultur des Todes und muss überdacht werden.“ Schließlich habe Gott die Menschen gelehrt: „Vergeltet niemandem Böses mit Bösem.“ Eine derartige öffentliche Hinrichtung werde „das moralische Gefüge unserer Nation weiter untergraben und das Gewissen ihres Volkes ruinieren“, warnte der Erzbischof.
Papst Leo XIV. postete, ohne auf den Fall Bezug zu nehmen, auf der Plattform X: „Die Todesstrafe ist unzulässig, da sie die Unverletzlichkeit und Würde des Menschen verletzt. Das Gemeinwohl kann geschützt und den Anforderungen der Gerechtigkeit kann Rechnung getragen werden, ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen.“
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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