Uni Projekt
Pflegende Minderjährige bekommen Hilfe

Kaum Sozialkontakte, keine Freunde treffen, ein wenig geregeltes Leben: Was während der Pandemie vielen hart zusetzt, ist für eine erschreckende Anzahl Minderjähriger ständige Realität: „Österreichweit pflegen weit über 40.000 Kinder ihre Eltern“, berichtet Medizinethikerin Martina Schmidhuber vom Institut für Moraltheologie der Universität Graz. Durch die Einschränkungen der Corona-Krise stehen sie unter noch größerem Druck als sonst. Hilfe für sie ist allerdings rar, häufig verschweigen sie aus Scham auch ihre Situation. Gemeinsam mit dem Sozialethiker Thomas Gremsl vom Institut für Ethik und Gesellschaftslehre startete Schmidhuber ein von der Stadt Graz gefördertes Projekt, um die Bedürfnisse solcher Kinder zu erheben und Unterstützungsangebote zu schaffen.
Im Rahmen des Forschungsprojekts wollen Schmidhuber und Gremsl zunächst die Zahl der Betroffenen in Graz erheben und auf ihre Situation aufmerksam machen. Sie werden auch untersuchen, welche digitalen Angebote für die jungen Pflegenden hilfreich oder hinderlich sein könnten. „Neben Plattformen für den sozialen Austausch gibt es eventuell Online-Tools für Verhaltensweisen im Umgang mit psychisch Kranken oder auch einfache Anleitungen für die Alltagsbewältigung“, führt Gremsl aus.
Im Rahmen des Projekts, das später zumindest auf die Steiermark ausgeweitet werden soll, werden auch PolitikerInnen, PädagogInnen und unterstützende Vereine miteinander in Kontakt gebracht. Sie erhalten Impulse, wie man die Situation der pflegenden Minderjährigen nachhaltig verbessern kann.

Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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