MEIN GARTEN | SonntagsblattPLUS, 25. Juli 2021
Wildobst für den Garten

Die Eberesche ist ein farbiger Lichtblick im Garten und zieht Vögel an. Der leuchtende Gartenschatz wird auch Vogelbeere genannt.
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  • Die Eberesche ist ein farbiger Lichtblick im Garten und zieht Vögel an. Der leuchtende Gartenschatz wird auch Vogelbeere genannt.
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Natürliches Superfood vor der Haustür.

[/b]Felsenbirne, Kornelkirsche, Holunder und Eberesche sind nur einige Wildobstarten, deren Anbau sich im Garten lohnt.Wildobst von fruchttragenden Gehölzen, die wenig oder gar nicht züchterisch bearbeitet wurden, wird seit vielen Jahrhunderten von Menschen gesammelt und frisch, getrocknet oder verarbeitet verzehrt.

Viele in der Natur vorkommende Beerenfrüchte erleben in den letzten Jahren eine Renaissance und finden ihren Weg in unsere Gärten zurück. Auch aus anderen Ländern und Kontinenten kommen immer wieder neue, interessante Arten in den Handel, deren Anbau im Kleingarten sich lohnt. Der meist strauchige, niedrige, buschige Wuchs macht diese Arten zu idealen Pflanzen für einen Garten.
Zu den Arten, die direkt vom Strauch geerntet und verzehrt werden können, gehören Felsenbirne, Maulbeere, Apfelbeere, japanische Weinbeere, Maibeere.
Im Gegensatz dazu müssen Kornelkirsche, Eberesche, Sanddorn und Holunder erst verarbeitet werden. Schlehen und Mispeln sind erst nach einem Frost, wenn Säure und Gerbstoffe reduziert werden, genießbar.
Einheimische und exotische Wildobst-arten sind jedoch nicht nur eine Bereicherung unseres Speiseplans, sie sind auch für viele Insektenarten wie Bienen, Hummeln, Wildbienen wichtige Nektar- und Pollenlieferanten und bieten Vögeln und anderen Wildtieren Nahrung und Nistmöglichkeiten. So schlägt man mit dem Anbau dieser Gehölze gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe.
Vor allem sind sie auch sehr gesund, Antioxidantien, Vitamin C und Spurenelemente, alles in den Früchten vereint! Natürliches Superfood vor der Haustür!

Angelika Ertl

Der schwarze Holunder
Der schwarze Holunder ist weit verbreitet und eine alte Heil-, Nutz- und Kulturpflanze. Die Blüten können in Teig herausgebacken werden. Viele machen Saft, Likör und Gelee.
Der Holunder ist ein anspruchsloses Wildgehölz, und die Blüten sind hervorragend auch für kühle Sommergetränke.


Garten-Kurse

Welches Wildobst eignet sich für meinen naturnahen Garten?
Die Apfelbeere wächst locker und buschig, ca. 2 Meter. Sie
ist ideal für kalkarme Böden. Wo Heidelbeeren und Rhododendren sich wohlfühlen, dort fühlt sich auch die Apfelbeere wohl. Sie hat attraktive weiße Blüten, einen süßlichen Geschmack und eignet sich zum Verarbeiten, ist aber auch roh genießbar.
Die Eberesche, auch als Vogelbeere bekannt, ist ein Großstrauch. Sie hat gefiederte Blätter und wunderschöne Blütendolden. Ab Ende August trägt sie orange-rote Früchte, die ab Oktober geerntet werden können. Sie wird zu Kompott, Marmelade, Schnaps und Gelee verarbeitet.
Die Felsenbirne. Der deutsche Name dieses Strauches ist irreführend, denn er wächst weder im Gebirge, noch ist er mit der Birne verwandt. Sie hat wunderschöne Herbstfärbung und eine herrlich frühe Blüte. Die Vögel sind nur meistens schneller …
Die heimische Kornelkirsche ist besonders wertvoll, da ihre gelben Blüten für Bienen, Hummeln und Co. hervorragende Nahrung im Frühling sind. Ab Mitte August gibt es die hellrote Frucht mit einem kleinen Stein. Sie wird zu wertvollen Marmeladen und herrlich schmeckenden Säften verarbeitet.

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Heilkraft aus dem Kräutergarten
Silvia Baumgartner
19,90 Euro, Freya Verlag

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Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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