Wanderausstellung
Reichtum ✂ Armut.

Ziel der Wanderausstellung ist es, Betroffenheit, Verständnis und Sensibilität für das Thema zu schaffen.
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  • Ziel der Wanderausstellung ist es, Betroffenheit, Verständnis und Sensibilität für das Thema zu schaffen.
  • Foto: Rainbows
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Wandernde Kunstinstallation zum Thema Reich und Arm.

„Die Gesellschaft setzt sich aus nur zwei großen Klassen zusammen: Die einen haben mehr Mahlzeiten als Appetit, die anderen weit mehr Appetit als Mahlzeiten.“ (Nicolas Chamfort)
Wer von Armut betroffen ist, hat ein geringes Einkommen, schlechte Bildungschancen, ist häufiger krank, kann das eigene Leben wenig selbstbestimmt gestalten und am gesellschaftlichen Leben nur eingeschränkt teilnehmen. Armut grenzt aus und beschämt. Armut bedeutet oft auch, Angst zu haben, was der nächste Tag bringen wird.
Das war schon vor Corona so, hat sich aber nun verschärft, und die Zahl jener, die nun von existenzieller Not betroffen sind, ist stark gestiegen. Viele haben ihre Arbeit verloren oder sind in Kurzarbeit, Selbstständige bangen um ihre Existenz. Und jene, bei denen schon vor der Krise – zum Teil trotz Arbeit – das Geld nicht zum Leben reichte, sind zwar jetzt „systemrelevant“, doch aufgrund von Mehrfachbelastung, zum Beispiel durch Kinderbetreuung oder Pflege noch mehr von Armut betroffen. Nach wie vor sind Kinder Hauptopfer von Armut.
Bei einem „Austauschtreffen Armut“, einer Zusammenkunft von acht Organisationen aus dem kirchlichen und sozialen Kontext, entstand die Idee zu „REICHTUM  ARMUT“, einer wandernden Kunstinstallation, die sich mit diesem Thema auseinandersetzt.
Realisiert wurde die Wanderausstellung von Rainer Juriatti und Jelena Ristic. Projektleitung: Katrin Windischbacher, Familienreferat, und Dagmar Bojdunyk-Rack, Rainbows.

Sind Sie arm? Sind Sie reich?
Einen Augenblick innehalten und exemplarisch Figuren betrachten. Sind Sie arm? Sind sie reich? Was hat ein Kuchen mit Armut zu tun?

REICHTUM ✂ ARMUT
Ausstellungeröffnung, Samstag, 17. Oktober, 11 bis 12 Uhr, Südtiroler Platz, Graz.
Ablauf:
Einstiegsimpuls/Interact
EröffnungsrednerInnen aus Politik und Kirche
Moderation und Projektinformation: Dagmar Bojdunyk-Rack, Katrin Windischbacher
Musik: Toni Tauschmann
Die Eröffnung findet unter Berücksichtigung der aktuell geltenden Corona-Maßnahmen statt!

Für Sie gelesen

Trost
Hermann Glettler/Michael Lehofer

22 Euro Styria Verlag
Moser Buchhandlung

Trost ist gefragt. Der Blick auf unsere Welt, die sich in einer ökonomischen und sozialen Schieflage befindet, lässt da keinen Zweifel. Unfassbares Leid verlangt nach Trost. Wirklicher Trost beginnt mit der Befähigung zur Aufmerksamkeit und zum Mitleid. Und wer getröstet ist, kann trösten – Wertschätzung zusprechen, Unrecht benennen. Hermann Glettler, Bischof und Künstler, und Michael Lehofer, Psychiater und Psychologe, zeigen auf, wie und wo das Trösten stattfindet.

Zum Nachdenken

Max & Max

Max kickt eine zerknüllte Getränkedose über den Gehsteig. Sie darf keinesfalls die Randsteine berühren. Das hat sich Max so ausgedacht. Er würde furchtbar gerne in einem Verein Fußball spielen. „Aber das geht nicht“, sagt sein Papa, „weil man da viel Geld braucht.“ Max ist der Jüngste in seiner Familie. Der Vater ist Schichtarbeiter, die Mutter gelernte Krankenschwester.
Seinen feuerroten Feuerwehrpullover hängt Max an den Haken und schlüpft dafür in das sonnengelbe T-Shirt mit der dunkelblauen Acht auf dem Rücken. Er findet den roten Pullover zwar schöner, aber beim Fußballspielen trägt man „Dressen“. So hat er das gehört. Er sei schon groß, sagt er stolz, wenn er mit seiner Mannschaft zu einem Match fährt. Die von seinem Papa ge-sponserten Wasserflaschen des Vereins tragen den Schriftzug der Universität, in der sein Vater als „Hydrologe“ arbeitet.
Zwei Biographien, die der Name, das Alter und die Liebe zum Fußball verbindet. Was sie trennt, sind die ökonomischen Voraussetzungen. Was für den einen Buben möglich ist, bleibt für den anderen ein unerfüllter Traum. Nicht nur anhand dieser Biografien sieht man, wie Reichtum und Armut oft nahe beieinander liegen. Armut ist aber weit mehr als das Fehlen materieller Voraussetzungen. Es geht um das Fehlen bzw. die unterschiedliche Erfüllung von Grundbedürfnissen, die Einschränkung von Möglichkeiten zur vollen Teilnahme in der Gesellschaft …
Nicht zuletzt die Corona-Krise zeigt uns, dass Armut viele Gesichter hat. Eine Tatsache, an die uns die Ausstellung „REICHTUM ✂ ARMUT“ künstlerisch-lebensnah erinnern möchte.

Ziel der Wanderausstellung ist es, Betroffenheit, Verständnis und Sensibilität für das Thema zu schaffen.
Trost 
Hermann Glettler/ Michael Lehofer 
22 Euro Styria Verlag
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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