MEIN GARTEN | Sonntagsblatt+Plus, 30. März 2025
Mein eigenes Gemüse
- Garantiert bio und frei von Pestiziden: der Selbstversorgergarten.
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Selbstversorgt aus dem Garten.
Das eigene Gemüse in den Händen zu halten, zu verkochen und dann zu genießen ist für mich eines der wichtigsten Dinge in meinem Leben. Wir schauen uns hier den Gemüsegarten an.
Schritt 1: Ressourcencheck. Habe ich die Möglichkeit, ein Stückchen Land zu bearbeiten? Oder einen Garten anzulegen? Oder steht ein Gemeinschaftsgarten zur Verfügung? Wieviel Zeit habe ich?
Schritt 2: Der Untergrund. Der Boden ist der Nährboden für alles. Lehm hat den Vorteil, dass Wasser gut gespeichert wird und der Boden sehr nährstoffreich ist. Auf der anderen Seite können die Wurzeln kaum atmen und hier muss immer wieder Kompost eingearbeitet werden. Findet man einen sandigen Boden vor, dann erwärmt er sich zwar rasch, aber auch das Wasser verschwindet rasch und man muss ein gutes Gießmanagement planen. Gute Komposterde darf auch hier nicht fehlen.
Schritt 3: Beet-Typ. Die Hochbeete sind kosten- und arbeitsintensiver, machen aber auch Freude. Ein Rahmenbeet ist unkompliziert in der Anlage, und bei schlechtem Boden muss man hier ein wenig investieren und den Rest der Rahmen mit sehr guter Erde auffüllen. Erdbeete sind die Klassiker. Da geht alles rasch, man kann – ohne große Investitionen – mit dem Gärtnern gleich starten. Am Balkon eignen sich Vertikalbeete, und hier ist das Topfgärtnern angesagt. TIPP: Hier ist es immer wichtig, die beste Erde in die Töpfe zu geben.
Schritt 4: Pflanzenbörse. Im ersten Jahr würde ich zum Gärtner des Vertrauens gehen, was die Jungpflanzen betrifft. Vor allem die wärmeliebenden Gemüsepflanzen brauchen bei der Anzucht eine besondere Pflege.
Angelika Ertl
Gemüse auf kleinem Raum
Durch die Abstrahlungen der Betonflächen und durch die oft windgeschützteren Plätze wachsen auf einem Balkon gerne wärmeliebende Pflanzen – und schaffen kleine Oasen.
Wenn Sie Salate selbst ziehen, dann nur dünn mit Erde bedecken, denn sie sind Lichtkeimer. Auch Paprika und Auberginen lieben Wärme. Zucchini und Kürbis brauchen einen größeren Topf (mind. 20 l/Pflanze), um gut gedeihen zu können. Für einen guten Fruchtansatz immer zwei Pflanzen setzen. Spinat eignet sich sehr gut in Töpfen und Kistchen am Balkon und ist anspruchslos. Radieschen und Rettich verstehen sich gut mit den Salaten im Topf oder in Kisten.
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Christine Lackner/Christian Hofer/David Schwärzler
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Seit rund 10.000 Jahren gärtnern wir.
Es ist eines der grundlegendsten Wissensgebiete.
Angelika Ertl
ORF-Gartenexpertin
Kann ich jetzt schon Gemüse anpflanzen?
Wärmeliebende Gemüsepflanzen wie Paprika, Paradeiser, Chili und auch die Melanzani brauchen bei der Anzucht eine besondere Pflege. Ab und zu auch künstliches Wachstumslicht, damit sie dann beim Aussetzen rund um Anfang, Mitte Mai schon größer sind.
Viele andere Pflanzen kann man schon ab März vorziehen. Wichtig ist das Licht. Am hellsten Platz im Haus kann man Kohlgewächse wie Kohlrabi und Kohl, auch Lauch, Pak Choi, Rote Rüben vorziehen. Mit den Jahren lernt man dazu, Anzucht ist ein eigenes Wissensfeld.
Ab April kann dann draußen nach Herzenslust gesät werden, Direktsaat ist gut für das Wachstum. Die jungen Pflanzen wurzeln sich gleich tiefer ein, sind viel resistenter, weil sie eben am Standort gleich gesät werden und mit dem Boden schon verbunden sind.
Knollengemüse, Wurzelgemüse, Salate, Spinat, Mangold – das alles kann es sich in den Beeten kuschelig machen.
Kürbisse und Zucchini brauchen viel Platz. Setzen Sie Kürbisse beim Komposthaufen, da haben sie genügend Nährstoffe und können sich ausbreiten, ohne andere Pflanzen zu überwuchern.
Autor:SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT |
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