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Herbst – Zeit der Fülle

Hokkaido ist dann reif, wenn er die kräftig orange Farbe erreicht hat.  | Foto: pixabay
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Im Herbst für einen bunten Frühling pflanzen.

Im Ziergarten gibt es jetzt viel zu tun. Der Herbst ist Pflanzzeit für Blumenzwiebeln wie Tulpen, Narzissen, Krokusse oder Hyazinthen, die im Frühjahr blühen sollen.

Beim Setzen von Blumenzwiebeln gilt: Die Spitze der Zwiebel zeigt nach oben. Als Faustregel kann man die Pflanztiefe so wählen, dass sie etwa dem Zwei- bis Dreifachen der Zwiebelhöhe entspricht, also mindestens doppelt so tief, wie die Zwiebel selbst hoch ist.

Der Boden sollte locker und gut durchlässig sein, da Staunässe zu Fäulnis führt. Ein bisschen Sand oder Kies im Pflanzloch kann helfen, Wasser besser abzuleiten.

Setzen Sie die Zwiebeln in kleinen Gruppen – das wirkt natürlicher. Nach dem Pflanzen die Erde leicht andrücken und angießen – dann können die Zwiebeln noch vor dem Winter Wurzeln bilden.

Sie können jetzt auch noch Gemüse und Obst nachpflanzen bzw. aussäen: Spinat, Winterportulak und schnellwachsende Kulturen wie Radieschen; für die nächste Saison werden jetzt Knoblauch und Winterzwiebeln gesteckt. Ebenso können Sie Himbeeren, Johannisbeeren und Rhabarber setzen.

Das viele Laub und Pflanzenreste lassen sich hervorragend für einen neuen Komposthaufen nutzen.

Außerdem sollte man an die Tierwelt denken: Igel freuen sich über vorbereitete Winterquartiere in Laubhaufen oder geschützten Ecken.

Damit sind September und Oktober Monate voller Erntefreuden, aber auch Monate der Vorbereitung. Wer jetzt sorgfältig arbeitet, sichert sich nicht nur eine reiche Winterküche, sondern auch den guten Start ins nächste Gartenjahr.

Angelika Ertl

Beete vorbereiten

Wenn die Beete im Herbst frei werden, sollten diese keinesfalls ungenutzt liegen bleiben. Es gibt drei Möglichkeiten: Man setzt Wintergemüse, sät eine Gründüngung oder man bringt eine gute Schicht Kompost auf.
Geeignete Gründüngungspflanzen für die Aussaat sind Phacelia, Gelbsenf (Bild), Winterroggen oder auch Spinat. Sie schützen den Boden vor Erosion, unterdrücken Unkraut und reichern gleichzeitig den Boden mit Nährstoffen an. Den Spinat kann man später sogar ernten.

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Jetzt ist die Zeit der Fülle, in der die
Gärten noch einmal alles geben.

Was ist beim Ernten der Kürbisse zu beachten?

Ein Highlight im Herbst ist die Kürbisernte. Doch Vorsicht: Wer zu früh erntet, riskiert, dass die Früchte nicht lagerfähig sind.

Der richtige Zeitpunkt ist gekommen, wenn der Stiel verholzt ist und sich die Schale mit dem Fingernagel nicht mehr einritzen lässt.
Auch der Klopftest hilft: Reife Kürbisse klingen hohl und dumpf, unreife dagegen hell und voll.

Ein weiterer Hinweis ist die sortentypische Farbe: Ein Hokkaido sollte kräftig orange, ein Muskat de Provence bräunlich und eine Butternuss hellbraun sein. Auch das Absterben der Blätter zeigt an, dass die Pflanze keine Energie mehr in die Früchte steckt.

Beim Ernten immer ein Stück Stiel (5 bis 10 cm) an der Frucht lassen. Anschließend die Kürbisse etwa eine Woche an einem warmen, sonnigen Ort nachtrocknen lassen, bevor sie bei 10 bis 15 °C eingelagert werden.

Hokkaido ist dann reif, wenn er die kräftig orange Farbe erreicht hat.  | Foto: pixabay
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Elisabeth Etz/Nini Spagl 
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SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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