MEIN GARTEN | Sonntagsblatt+Plus, 27. Juli 2025
Gut durch den Sommer

Gießen. Lieber selten ergiebig als täglich wenig wässern. | Foto: privat
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Richtig gießen im heißen Sommer.

Hier sind einige Tipps, wann und wie Sie im heißen Sommer Ihre Pflanzen richtig gießen.

Tief und selten statt oberflächlich und oft: Das Wasser sollte die Wurzeln erreichen, um ein tiefes Wurzelwachstum zu fördern. Kurzes, häufiges Gießen fördert flache Wurzeln, die schneller austrocknen.
Morgens oder abends gießen. Gießen Sie am besten frühmorgens (bevor die Sonne hoch steht) oder spätabends (nach Sonnenuntergang). So verdunstet weniger Wasser.
Wassermenge anpassen. Der Boden sollte gut durchfeuchtet sein, aber keine Staunässe bilden. Eine Faustregel ist, dass der Boden nach dem Gießen etwa 15 bis 20 cm tief feucht sein sollte. Und auch beim Fruchtgemüse gilt, alle 2 bis 3 Tage gießen und nicht jeden Tag, das Wurzelgeflecht und die Pflanze sind kräftiger, wenn das Wasser selbst gesucht werden muss.

Direkt am Boden gießen. Vermeiden Sie das Gießen der Blätter, da dies Krankheiten fördern und zu Verbrennungen führen kann, weil Wassertropfen wie Brenngläser wirken.
Mulchen. Vorteile: Eine Schicht Mulch (Biofaser, Stroh, Holzhackschnitzel, Kompost, Rasenschnitt, Alpakawolle, Schafwolle ...) reduziert die Verdunstung von Wasser aus dem Boden, unterdrückt Unkrautwachstum, hält den Boden kühler und verbessert die Bodenstruktur.

Bodenverbesserung. Ein gut vorbereiteter Boden mit ausreichend organischem Material (Kompost) hat eine bessere Wasserspeicherkapazität. Auch Schafwolle in die Erde eingebaut erhöht die Wasserhaltefähigkeit.
Ein gelockerter Boden nimmt Wasser besser auf. Vermeiden Sie jedoch übermäßiges Harken oder Graben, das die Bodenstruktur zerstören kann.

Angelika Ertl

Blumen im Sommer

Wählen Sie trockenheitstolerante Blumen, die weniger Wasser benötigen (z.B. Lavendel, Sedum, Zistrose, Salbei, Muskatellersalbei und Gräser). Pflanzen Sie Blumen mit ähnlichen Wasserbedürfnissen zusammen.
Das regelmäßige Entfernen verwelkter Blüten fördert nicht nur neue Blüten, sondern reduziert auch den Energieaufwand der Pflanze für die Samenbildung und kann so helfen, Wasser zu sparen.
Pflanzen in Töpfen trocknen schneller aus. Verwenden Sie größere Töpfe, die mehr Substrat fassen, und wählen Sie Töpfe aus Materialien, die die Feuchtigkeit besser speichern (zum Beispiel Keramik- oder Tontopf).

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Angelika Ertl

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Wie pflege ich im Sommer den Rasen?

Angepasste Schnitthöhe. Lassen Sie den Rasen im Sommer etwas länger (ca. 5 bis 7 cm). Längere Grashalme spenden sich gegenseitig Schatten und reduzieren die Bodentemperatur und Verdunstung. Das Schnittgut kann als Mulch auf dem Rasen verbleiben (Mulchmähen), sofern es nicht zu dick ist.

Wässern bei Bedarf: Rasen braucht nicht täglich Wasser. Wässern Sie erst, wenn die Grashalme beginnen, ihre Farbe zu verlieren und/oder sich einrollen. Dann aber gründlich, damit das Wasser tief in den Boden eindringt. Ein dürrer Rasen sieht zwar nicht schön aus, aber meist erholt er sich von selbst wieder – ich denke immer: Das ist zwar nicht schön, aber mein Gemüse braucht das Wasser dringender!
Vertikutieren und Düngen. Im Hochsommer sollten Vertikutieren und starke Düngung vermieden werden.
Also: Auch wenn der Rasen einmal wirklich austrocknet – das Gute ist: er erholt sich dann auch wieder. Bleiben Sie entspannt!

Gießen. Lieber selten ergiebig als täglich wenig wässern. | Foto: privat
Angelika Ertl
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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