Mein Garten | SonntagsblattPLUS, 5. Juli 2020
Gießen, düngen, schneiden

Der Rasen soll im Sommer nicht zu kurz gemäht werden. Sie können einen Teil der Wiese auswachsen lassen – das ist der beste Schutz und ökologisch wertvoll!
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  • Der Rasen soll im Sommer nicht zu kurz gemäht werden. Sie können einen Teil der Wiese auswachsen lassen – das ist der beste Schutz und ökologisch wertvoll!
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Die Gartenarbeit im Sommer ist überschaubar, aber wichtig!

Auch wenn es bei hohen Temperaturen schwerfällt – einige Arbeiten im Garten sind im Sommer doch zu tun.

Rasenpflege.
Sehr wichtig ist, dass der Rasen nicht zu kurz gemäht wird, falls es lange Trockenphasen gibt. Biologischer Langzeitdünger kann Anfang Juli noch eingestreut werden, der dann bis zum September hält.

Heckenschnitt. Auch Hecken kann man jetzt schneiden. Das sollte nicht in der größten Mittagshitze geschehen. Aber der Sommerschnitt ist sehr gut für viele Sträucher. Denn sie treiben nicht – wie im Frühjahr – so rasch aus. Das heißt, wenn man einen Formschnitt machen möchte, ist man in den Sommer-monaten damit sehr gut beraten.

Beetpflege.
Wichtig ist jetzt auch die Beetpflege! Wenn es ganz heiß wird, braucht der Boden unbedingt eine Mulchschicht. Diese dient zum Verdunstungsschutz und als Nahrung für die Mikroorganismen, damit wieder Humus aufgebaut werden kann. Mulchen verhindert auch, dass die Pflanzen eintrocknen. Die Erde bleibt feucht und ist nicht jeder Witterung ausgesetzt.
Die Mulchschicht kann Rasenschnitt in Kombination mit Holzhäcksel oder Strauchschnitt sein. Heu und Stroh sind ebenso gute Mulchschichten. Es können aber auch Kräuter verwendet werden, wenn die Pflanzen im Kräutergarten zu groß werden.
Ein Kräutermulch ist sowieso ein sehr guter Schutz für Pflanzen. Die ätherischen Öle vertreiben auch Schädlinge. Kamille, Oregano, Beinwell, Brennnessel und Spinat sind wunderbare Mulchkräuter.

Rosenschnitt. Auch kann noch ein Rosenschnitt durchgeführt werden. Die verblühten Blüten abschneiden. Bis aufs fünf gefiederte Blatt zurückschneiden. Das tut der Rose gut.


Der Garten ist eine konstante, sich immer verändernde Schönheit, die Aufmerksamkeit braucht.

Was ist jetzt im Sommer in meinem Garten zu tun?
Der Lavendel gehört direkt nach der Blüte geschnitten. Dann blüht er im gleichen Jahr noch einmal nach.
Auch im Staudenbeet können Sie über die Sommermonate die Samenstände abschneiden. Sie sind zwar schön und dienen als Futter für die Tiere, kosten der Pflanze aber auch Energie. Das heißt: ein paar auf jeden Fall stehen lassen.
Dahlien, Gladiolen und andere Knollenpflanzen kommen jetzt zur Blüte. Diese sollten Anfang Juli nochmal kräftig gedüngt werden, damit sie über den Sommer in eine kräftige Blüte gehen können. Der Sommerflieder blüht jetzt richtig auf. Schneiden Sie die verblühten Rispen ab, dann bildet er neue Blüten.
Dahlien, Rispenhortensien, manche Sträucher und Stauden bilden jetzt ganz kräftige Blüten. Diese sollten auf jeden Fall gestützt werden. Das kann man mit unterschiedlichen Ästen aus dem Wald machen.
Über den Sommer kann man die Pflanzen im Blumen- und Gemüsegarten noch mit Jauchen schützen … Wermutjauche hilft gegen Raupen und Schnecken, und Brennesseljauche ist zum Düngen gut.

Angelika Ertl

ORF-Gärtnerin Angelika Ertl lädt in ihren Garten in Feldkirchen bei Graz ein:

► Gartenrundgang mit Biogartenwissen: 9. Juli, 16 bis 18 Uhr.
► Kräuterkochkurs: 10. Juli, 13 bis 17.30 Uhr.
► Kräuter-Spezialitäten: Mit Angelika Ertl und Andrea Bregar, Kräuterpädagogin und Aromapraktikerin. Ein Tag im Zeichen der Kräuter. Wissen über Kräuter und Wildkräuter, kochen, destillieren. – 16. Juli,
13 bis 19.30 Uhr.
Alle Veranstaltungen im Garten von Angelika Ertl, Warnhauserstraße 10, 8073 Feldkirchen. – Anmeldungen und Kosteninformation: mail@angelikaertl.at – www.angelikaertl.at

Für Sie gelesen

Kergesund mit der Kraft des Waldes.
Maximilian Moser, 22 Euro, Servus Verlag
Was brauchen wir, um gesund zu sein? Wie können wir mit der richtigen Ernährung, Achtsamkeit und den heilenden Kräften der Natur unser Immunsystem stärken? Im Buch kombiniert der Autor Forschungsergebnisse und überliefertes Wissen und stellt dabei den Wald in den Mittelpunkt – schließlich ist er nicht nur Erholungsort, sondern auch Gesundheitsprogramm.

Der Rasen soll im Sommer nicht zu kurz gemäht werden. Sie können einen Teil der Wiese auswachsen lassen – das ist der beste Schutz und ökologisch wertvoll!
Angelika Ertl, ORF-Gartenexpertin
Autor:

SONNTAGSBLATT Redaktion aus Steiermark | SONNTAGSBLATT

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